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Obereiderhafen : Tag der Entscheidung naht

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das Hafenquartier am Bahndamm steht kurz vor dem Verkauf. Eine wichtige Rolle spielt jetzt ein Verkehrsgutachten, das Mitte des Monats vorliegen soll.

Eigentlich sollte der Kaufvertrag für das 1,4 Hektar große städtische Grundstück am Obereiderhafen bis Ende Mai unter Dach und Fach sein. Daraus wurde zwar nichts, dennoch sind Projektentwickler Stefan Blau und Bürgermeister Pierre Gilgenast weiter optimistisch, das Areal zwischen Obereider und Eisenbahntrasse wie geplant ab Sommer 2018 bebauen zu können. Blau erklärt, dass die Grundstücksverhandlungen ein Stadium erreicht haben, „in dem wir uns bereits mit technischen und rechtlichen Details befassen“.

Als zeitliches Hindernis hat sich in den vergangenen Wochen die Verkehrsplanung erwiesen. Bis Mitte Juni sollen die Ergebnisse eines Verkehrsgutachtens vorliegen. Es basiert unter anderem auf Daten, die Ende April am Thormannplatz und an der Eisenbahnstraße in Höhe des Schloßplatzes gemessen wurden (wir berichteten). Von der Analyse versprechen sich Blau und Stadtverwaltung detaillierte Informationen darüber, wie der Verkehr besser als jetzt auf das Gelände gelangen und anschließend wieder abfließen kann. Die aktuelle Situation ist unbefriedigend. Blau berichtet, dass sich zu Stoßzeiten nur wenige Autos pro Grünphase vom Obereiderhafen in die Hauptverkehrsader Denkerstraße/Eisenbahnstraße einfädeln können. „Hier müssen wir Lösungen finden, und das werden wir schaffen.“ Konkret geht es um veränderte Ampelschaltungen, eine weitere Abbiegespur und – das wäre die größte Veränderung – eine neue Fahrspur, die vom Gelände zur Bundesstraße 203 (Nähe „Mc Donalds“) führen würde.

„Je schneller das geklärt ist, umso schneller können wir den Grundstückskauf vollziehen“, so Blau.

Das würde dem Unternehmer aus Starnberg bei München Planungssicherheit für die nächsten Schritte geben. Denn Blau hat bisher annähernd 100  000 Euro für Architekten, Stadtplaner und Anwälte ausgegeben. Alles auf eigenes Risiko, wie er sagt, denn man halte ja noch keinen unterschriebenen Vertrag in der Hand. Allerdings habe er das Geld mit gutem Gewissen in die Hand genommen: „Ich habe ein großes Vertrauen in den Bürgermeister, die Politik und die Stadtverwaltung.“ Die Zusammenarbeit sei hervorragend und das Gesprächsklima produktiv.

Bürgermeister Pierre Gilgenast ist ebenfalls sehr positiv eingestellt. Die Gespräche mit Stefan Blau seien sehr erfreulich. „Er ist sehr agil dabei, seine Vorstellungen sind sehr konkret.“ Die Vorbereitungen des Grundstückskaufvertrages seien so weit gediehen, „dass wir schon über Einzelheiten reden“. Die Rendsburger Stadtverwaltung werde alles unternehmen, um das Verfahren zu beschleunigen. Damit meint Gilgenast aktuell vor allem die Verkehrsthematik an der Tangente. Blau will am Obereiderhafen gemeinsam mit Partnerunternehmen zwischen 23 und 30 Millionen Euro investieren. Wichtigstes Teilelement des Obereiderhafens ist dabei der Bau eines siebenstöckigen Vier-Sterne-Superior-Hotels.

Als Partner steht das Unternehmen RIMC aus Hamburg bereit, das in elf Ländern 50 Hotels betreibt. RIMC würde die neue Rendsburger Nobelherberge unter dem Namen einer internationalen Hotelkette betreiben. Über konkrete Namen soll zwar schon gesprochen worden sein, öffentlich wollen sich die Beteiligten dazu jedoch nicht äußern. Ergänzend zum Hotel soll eine maritime Meile mit Geschäften und Restaurants entstehen.

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erstellt am 06.Jun.2017 | 10:50 Uhr

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