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Mit Smartphone und Tablet : Szenen aus dem Kunstbetrieb

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Eine Ausstellung mit 60 Arbeiten von Brigitta Borchert wird morgen in der Galerie Müllers eröffnet. Moderne Technik der Elektronik wurde angewandt. Bilder können bis zum 9. Februar abgesehen werden.

Auch etablierte Künstler bleiben neugierig, wollen einmal etwas ganz Anderes ausprobieren. Das gilt auch für Brigitta Borchert und die Hälfte der Arbeiten, die sie unter dem Titel „Kunstszenen“ in der neuen Ausstellung der Galerie Müllers präsentiert. Zu sehen sind Szenen mit Menschen, die eine Kunst ausüben, diese konsumieren oder einen kulturellen Schauplatz gerade verlassen.

Eigentlich sei sie auf der Suche nach einem guten Handy gewesen, berichtet die 73-jährige Künstlerin, wie sie zur modernen Technik gekommen ist, „obwohl ich mit ihr kämpfe“. Schließlich habe sie ein Smartphone mit einem Stift und Notizprogramm erstanden, mit dem sich wunderbar Skizzen anfertigen lassen. Diese habe sie in kleiner Auflage auf 50-mal 60 Zentimeter großes Büttenpapier drucken lassen. Später hat sie auch mit einem Tablet gearbeitet.

Aus einigen der kleinen Tabletskizzen wurden größere Bilder, wie die Ansicht der Caféplätze vor dem Museumskeller am Schloß Gottorf, die in Maxi-Ausgabe als Acryl auf Leinwand an der gegenüberliegenden Galeriewand wiederzuentdecken ist. Mehrfach taucht ein häusliches Möbelstück Brigitta Borcherts unter den 60 Bildern der Ausstellung auf. Der „Pianist auf meinem Sofa“ ist ihr Mann Hannspeter Scheide, ein pensionierter Beamter, seit seiner Kindheit ein begeisterter Klavierspieler. Auch ihren Schwiegersohn, den Bildhauer Bertrand Freiesleben, hat die Norddeutsche Realistin porträtiert.

Nicht zu vergessen die Kollegen: Weitere Werke zeigen Christopher Lehmpfuhl, dem die vorige Müllers-Ausstellung gewidmet war, und Nikolaus Störtenbecker beim Malen am Schafstall auf Nordstrand. Und der „Reithallenmaler“ von der Einladungskarte entpuppt sich als Friedel Anderson.

Landschaften, eigentlich typisch für die „Realisten“, sind in dieser Ausstellung so gut wie gar nicht zu finden. Dafür in einer echten kleinen Nische im Gewölbe des Kunsthauses mehrere Akte einer jungen Frau.

Die bis einschließlich 9. Februar laufende Ausstellung wird am morgigen Sonntag um 15 Uhr eröffnet. Einführende Worte spricht der Journalist Sven Bohde aus Flensburg. Ab 14. Januar können die „Kunstszenen“, zu denen auch so bezeichnende Arbeiten wie „Raus aus dem Kunstbetrieb“ und „Ende der Vorstellung“ zählen, zu den Öffnungszeiten der Galerie an der Marienkirche besichtigt werden: dienstags bis freitags von 10 bis 13 und 15 bis 18 Uhr sowie am Sonnabend und Sonntag von 10 bis 14 Uhr.

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erstellt am 11.Jan.2014 | 17:00 Uhr

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