Synode mit Rekordhaushalt

Probst Sönke Fuck
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Kirchenkreis rechnet mit 17,75 Millionen Euro / Bildung von Regionen

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25. November 2018, 16:32 Uhr

Die Synode des Ev.-Luth. Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde hat einstimmig den Haushalt für das Jahr 2019 beschlossen. Insgesamt rechnet der Kirchenkreis mit Einnahmen in Höhe von gut 17,75 Millionen Euro. „So einen großen Haushalt hatten wir noch nie“, sagte Propst Matthias Krüger bei der Einbringung in die Synode. Die Zahlen dürften aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch der Kirchenkreis jedes Jahr vor allem durch Tod etwa 2000 Gemeindeglieder verliere. „Wir taufen viel zu wenig“, so Krüger. Dies gelte es im Blick zu behalten.

Die finanzielle Basis für Kirchengemeinden und Kirchenkreis für 2019 aber ist gut. Von der Gesamtsumme des Haushalts gehen 11,14 Millionen Euro an den Gemeinschaftsanteil, aus dem unter anderem die Gehälter der 89 Pastorinnen und Pastoren im Kirchenkreis sowie die Kirchenkreisverwaltung bezahlt werden. Die 37 Kirchengemeinden des Kirchenkreises erhalten insgesamt 5,16 Millionen Euro, um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu bezahlen, die Gebäude zu unterhalten und den laufenden Betrieb zu finanzieren. An den Kirchenkreis fließen 1,46 Millionen Euro, die an das Zentrum für Kirchliche Dienste (ZeKiD) und das Diakonische Werk des Kirchenkreises sowie die Leitungsorgane und Gremien verteilt werden.

Vorbereitet hat die Synode einen Beschluss für den März 2019. Anvisiert ist, dass dann Regionen gebildet werden, wie sie bereits im Kirchenkreis faktisch bestehen. Drei Regionen befinden sich in der Propstei Rendsburg, fünf in der Propstei Eckernförde. Propst Matthias Krüger wies bei seiner Einbringung in die Synode auf die Unterschiede in den anvisierten Regionen hin. Die kleinste habe 9 000, die größte 28 000 Gemeindeglieder, eine 3,5 Pfarrstellen (Hüttener Berge), die andere 12,5 (Süd). Wie die regionale Zusammenarbeit aussehen wird, sollten die Regionen selbst entscheiden. Bis zum 1. März können die Kirchengemeinden Einwände gegen die Zuordnung zu den Regionen erheben.

Zuvor hatte Propst Sönke Funck die Pfarrstellen-Perspektive 2030 vorgestellt. Hintergrund ist, dass in der Nordkirche durch Pensionierungen in den kommenden Jahren etwa 600 Pastorinnen und Pastoren weniger Dienst tun werden. „Bis 2025 werden wir von den 18 Pfarrstellen, die durch Pensionierung frei werden, keine einzige neu besetzen können“, so Funck. In der Summe führt dies dazu, dass nach den geplanten Vorgaben in gut zehn Jahren knapp 40 Prozent weniger Pastorinnen und Pastoren im Kirchenkreis arbeiten werden.

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