Laufen : Südamerikanisches Flair beim Waldlauf

Haben mehr Spaß am Fußball als am Laufen: Sebastian Correa aus Ecuador, Lucas Riquelme aus Chile und Matias Messineo aus Argentinien (von links). Fotos: müller
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Haben mehr Spaß am Fußball als am Laufen: Sebastian Correa aus Ecuador, Lucas Riquelme aus Chile und Matias Messineo aus Argentinien (von links). Fotos: müller

Beim 14. Bredenbeker Waldlauf gab es eine Premiere: Mit Sebastian Correa (Ecuador), Lucas Riquelme (Chile) und Matias Messineo (Argentinien) verzeichnete das Teilnehmerfeld auf der 10,6 Kilometer-Distanz erstmals Starter aus Südamerika

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07. Juni 2014, 06:00 Uhr

Beim 14. Bredenbeker Waldlauf gab es am Donnerstagabend eine Premiere: Mit Sebastian Correa (Ecuador), Lucas Riquelme (Chile) und Matias Messineo (Argentinien) verzeichnete das Teilnehmerfeld auf der 10,6 Kilometer-Distanz erstmals Starter aus Südamerika. Des Rätsels Lösung: Die drei 18-Jährigen sind Austauschschüler und in deutschen Familien untergebracht. Sebastian Correa wurde im vergangenen Jahr von Landrat Dr. Rolf Oliver Schwemer überredet, in Alt Duvenstedt zu starten. Das hat dem Ecuadorianer anscheinend so gut gefallen, dass er diesmal gleich zwei Freunde zur Unterstützung nach Bredenbek mitbrachte. „Wir spielen allerdings lieber Fußball als zu Laufen, das macht uns mehr Spaß“, erklärten die drei Südamerikaner übereinstimmend.

Der Bredenbeker Waldlauf aber wird den drei Gastschülern noch in Erinnerung bleiben. „Wir haben doch schwere Beine. Beim Fußballspielen ist uns das noch nie passiert. So werden wir dann lieber beim Fußball bleiben.“ Auch war es den Südamerikanern doch etwas zu kalt. „Beim Lauf haben wir aber auch viel von der Natur gesehen. Das war sehr schön“, meinte Correa. Dafür, dass der Langstreckenlauf ihnen nicht besonders viel Spaß bringt, kann sich das Abschneiden absolut sehen lassen. In ihrer Altersklasse belegten sie Platz eins bis drei. Es siegte Riquelme in 48:14 Minuten vor Messineo (55:25) und Correa (1:00:07 Stunden). Nicht zu schlagen war hier Udo Naß (LG Neumünster/M 55). Der mehrfache Senioren-Landesmeister über 10 km auf der Bahn fühlt sich auch auf der Straße und im Wald wohl. Mit 39:56 Minuten legte er zudem eine gute Zeit hin. Bei den Frauen setzte sich auf dieser Strecke mit Ulrike Harksen (SG Athletico Büdelsdorf) in 47:11 Minuten eine Triathletin durch.

Im Blickpunkt stand jedoch der Lauf über die 5,9 km-Strecke mit 87 Aktiven. Hier konnten Punkte für die Wertung des Finisher-Cups geholt werden. Das gelang Fynn Gräber (SG Athletico Büdelsdorf) mit seinem Sieg in überzeugender Manier. Der Sieger des Westerrönfelder Dorflaufs vom vergangenen Freitag war auch in Bredenbek nicht zu schlagen. Bereits nach einem Kilometer setzte sich Gräber vom Feld ab und lief in guten 21:55 Minuten als Erster durchs Ziel. „Das ist eine gute Strecke. Im Wald ist es windgeschützt. Im Bereich der Autobahnbrücke ist eine kleine Anhöhe zu nehmen“, meinte Gräber. Bei den Frauen gewann mit Mareike Lützow (ALG VfL Bokel/24:10) ebenfalls die Siegerin aus Westerrönfeld.

Für die Schüler der Grundschule Bredenbek hatte dieses Lauf-Event einen besonderen Hintergrund. Für sie war es eine letzte Vorbereitung auf den Helgoland-Lauf der Schulen, für den sich die Grundschule Bredenbek qualifiziert hat. So war es dann auch selbstverständlich, dass die Pennäler beim Kinderlauf über 2,3 Kilometer starteten. Mit 69 Aktiven verzeichnete der Kinderlauf eine ganz rege Beteiligung.

Beim Halbmarathon starteten 27 Läuferinnen und Läufer. Es siegten Juri Bermann (Männer) in 1:24:39 Stunden und Kathrin Storm (Frauen/1:46:59).

Hocherfreut über den Ablauf der Veranstaltung zeigte sich SSV-Waldlauf-Organisator Karl Reimer. „Das Wetter hat noch gut mitgespielt. Die Teilnehmer waren von den Laufstrecken angetan. Bei der Siegerehrung waren noch sehr viel Aktive anwesend. Das ist nicht immer so“, meinte Reimer.

Alle Ergebnisse unter www.wetzstopp.de.

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