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Landeszeitung

21. Oktober 2017 | 04:00 Uhr

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Naturfilmfestival Green Screen auf Tournee / Zahlreiche Kinder gestern Vormittag unter den Zuschauern im Kino Center

von
erstellt am 17.Aug.2014 | 14:54 Uhr

Die Wahl fiel schwer. Den Kindern hatten es vor allem die Kegelrobben im Film „Wildes Baltikum“ angetan. Die kleine Haselmaus kam aber auch groß raus und hatte ihre Fans. Genau wie der „Planet der Spatzen“. Drei Filme präsentierte das Naturfilmfestival Green Screen gestern vormittag im Rendsburger Kino Center. Das Festival ist in Schleswig-Holstein auf Tournee: An 16 Orten können die Zuschauer darüber abstimmen, welcher der Filme den vom Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (sh:z) gestifteten Publikumspreis erhalten soll.

Gabriele und Peter Gerke aus Rendsburg war im vergangenen Jahr zum Festival nach Eckernförde gefahren. Aber die Vorführungen dort sind schnell ausverkauft, die Auswahl dann nicht mehr so groß. „Hier können wir drei Filme an einem Tag sehen“, freuten sie sich. Ein weiterer Vorzug: Auf der großen Leinwand sei es ein besonderes Erlebnis. Im vierten Jahr der Green Screen-Tournee ist das inzwischen bekannt. Die (kostenlosen) Karten waren nach drei Stunden vergriffen gewesen. Kinoinhaberin Nicole Claussen hatte eine Warteliste geführt. Etliche Gäste konnten gestern noch einen Platz erhalten, weil nicht alle Kartenbesitzer erschienen waren.

Viele Familien waren unter den Zuschauern, so wie Carsten Ball aus Ascheffel mit Frau und Kindern. Die Flugaufnahmen von den Spatzen hatten in fasziniert. 34 verschiedene Spatzenarten gibt es weltweit, erfuhren die Zuschauer durch den Film. In Kairo, New York, Moskau und Paris waren eindrucksvolle Aufnahmen der kleinen Überlebenskünstler entstanden. Trotz ihrer Anpassungsfähigkeit sind sie aber gefährdet, erklärte Filmemacher Kurt Mayer.

Es ist das Zusammenspiel von Informationen und emotionalen Bildern, das die Naturfilme so einzigartig macht. Das reizt Erwachsene, bietet aber auch die Möglichkeit, Kinder für Flora und Fauna zu interessieren. Das ist ein Green Screen-Anliegen, das Angelika Rau besonders am Herzen liegt. Sie gehört seit 2007 – also von Anfang an – zu den mehr als einhundert ehrenamtlichen Helfern des Festivals und ist aktiv im Vorstand des Förderverein.

Sie freut sich, dass in diesem Jahr erstmals in einigen Städten eine Schulkinowoche veranstaltet und gut angenommen wurde – unter anderem in der Kanalstadt. Daher gab es im Jugendfilmcamp im Wildpark Eekholt auch etliche Teilnehmer aus dem Raum Rendsburg. Hier produzieren Jugendliche jedes Jahr einen Tierfilm und müssen feststellen, so Angelika Rau, dass nicht nur technisches Wissen sondern auch Biologie-Kenntnisse nötig sind, um die Tiere gut in Szene zu setzen.

Das weiß auch Tierschüzter und -fotograf Florian Käselau. Er lobte die ausgesuchten Aufnahmen des Spatzenfilms. „Da muss man sich schon vorher Gedanken gemacht haben, wo man filmen möchte“, meint er. Er kann auch nachvollziehen, wie schwer es ist, die nachtaktive Haselmaus zu erwischen. Diese bekam übrigens ein Regisseur und Kameramann aus der Region vor die Linse: Joachim Hinz aus Aukrug, der gemeinsam mit Beatrix Stoepel aus Mölln den daumengroßen Winzling im Brombeergestrüpp aufstöberte.



Green Screen Naturfilmfestival in Eckernförde,

4. bis 8. September, www.greenscreen-festival.de

Verleihung Publikumspreis und weiterer Auszeichnungen, Sa., 6. 9., 20 Uhr, Gut Altenhof, Kuhhaus

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