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Es soll weiter gehen : Stunde Null im Bullentempel: Wer darf Bier ausschenken?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der bisherige Pächter kündigt „Abschiedskonzert“ am 27. Dezember an. Die Stadt widerspricht: „Hallenbetrieb geht weiter“.

shz.de von
erstellt am 13.Nov.2014 | 06:00 Uhr

Marla Glen, Achim Reichel, Otto Waalkes, Abi Wallenstein, Inga Rumpf, Man und Uriah Heep – sie alle hat Frank Lange nach Rendsburg geholt. Der langjährige Pächter des Bullentempels ist seit langem im Showgeschäft aktiv. Zum Ende des Jahres hört er auf und kehrt der Nordmarkhalle den Rücken. Nicht ohne einen Seitenhieb gegen die Stadt, mit der er seit Jahren im Streit liegt: „Der Bullentempel sagt Tschüss“ heißt es im Internet auf www.bullentempel.de. Am 27. Dezember steigt „das große Abschiedskonzert“(Foto).

Richtig ist: Musikveranstaltungen in der Nordmarkhalle wird es aller Voraussicht nach auch im neuen Jahr geben. Nur nicht mehr in der bisherigen Form, was die Gastronomie betrifft. Wie berichtet, lässt die Stadt den Pachtvertrag mit Pächter Frank Lange auslaufen. Über die Zeit danach gibt es noch keinen abschließenden politischen Beschluss. Die Stadt will die Halle in Eigenregie betreiben und hat für 30 000 Euro eine Potentialanalyse in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse sollen im Herbst 2015 vorliegen und der Stadt langfristige Vermarktungsmöglichkeiten aufzeigen.

Doch was passiert bis dahin? Damit befasst sich heute (17 Uhr, Altes Rathaus) der Senat. Abgestimmt wird, ob die Gaststätte im Obergeschoss übergangsweise für den sogenannten Schankbetrieb hergerichtet wird. Für eine neue Konzession müssten unter anderem die Notausgänge besser ausgeschildert und beleuchtet werden.

Dafür sind Haushaltsmittel in Höhe von 20 000 Euro bereitzustellen. Kommt es dazu, dürfen unter dem Dach der Nordmarkhalle weiterhin Alkohol und andere Getränke ausgeschenkt werden. Lehnt der Senat ab, gehen im Bullentempel mitnichten die Lichter aus. Es dürfte sogar weiter vor vollem Haus musiziert werden. Auch die Märkte und anderen Veranstaltungen wären gesichert. Nur die gastronomischen Flächen wären aus Sicherheitsgründen gesperrt. „Das einzige, was zum 31. Dezember ausläuft, ist der Pachtvertrag mit Frank Lange als Gastronom“, sagt Fachbereichsleiter Herbert Schauer. „Es gibt keinen Beschluss, zum Jahresende den Hallenbetrieb einzustellen.“ Das plakatierte „Abschiedskonzert“ bezeichnete Schauer als Abschiedskonzert des bisherigen Pächters. Über alles weitere werde der Senat beraten und entscheiden, so der Chef des Fachbereichs Bürgerdienste im Rathaus.

Unter anderem darüber, wer das Lokal im Obergeschoss übernehmen darf. Abgestimmt wird in geheimer Sitzung. Nach Informationen der Landeszeitung will die Verwaltung dem Gremium einen Rendsburger Gastwirt vorschlagen. Er hat das höchste Mietangebot abgegeben.

Drei Interessenten hatten Offerten unterbreitet, zwei sind noch im Spiel. Ihre Namen wurden versehentlich auf der Homepage der Stadt genannt. Darunter Christopher Winkler von der „Casa Biutelli“ am Altstädter Markt: „Wir haben ein Konzept abgegeben und warten auf den Zuschlag oder Nichtzuschlag.“

Die Zeit wird knapp. Bereits am 23. und 24. Januar öffnet sich der Vorhang zur Palkus-Show. Bis dahin, so Herbert Schauer, sei ausreichend Zeit, um die nötigen Investitionen vorzunehmen.

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