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Studts Antrittsbesuch auf dem Rendsburger Revier

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der neue Innenminister traf am Donnerstag die Polizeibeamten an der Moltkestraße und in Büdelsdorf

Der oberste Dienstherr zeigte sich interessiert. Ob die jungen Beamten immer eine Schutzweste unter der Uniform tragen, wollte Stefan Studt wissen. Ja, das sei inzwischen so üblich, um gegen mögliche Angreifer gewappnet zu sein, antwortete Niklas Teegen. Dann erklärte der junge Polizeikommissar dem neuen Innenminister des Landes Schleswig-Holstein die technischen Finessen eines modernen Einsatzfahrzeugs. Videoaufzeichnung nach vorn, bewegliche LED-Suchscheinwerfer, „Yelp“-Zusatzsirene im Ami-Sound (lauter als ein Martinshorn), ballistischer Schutzschild im Kofferraum. Studt hörte aufmerksam zu und forderte die Rendsburger Beamten auf, „sachliche Kritik“ zu äußern. „Wenn es etwas gibt, was Ihnen im Dienst fehlt, melden Sie sich“, sagte der Nachfolger von Andreas Breitner bei einem Besuch in Rendsburg am Donnerstag. „Eine vernünftige Dialogkultur ist mir wichtig.“

Sechs Tage nach seiner Ernennung zum Innenminister machte der 53-jährige Studt dem Revier an der Moltkestraße seine Aufwartung. Zuvor hatte der im Rendsburger Umland wohnende SPD-Politiker die kleine Station in Büdelsdorf besucht. „Mir wurde eindrucksvoll vermittelt, welche Herausforderungen sich den Beamten stellen“, sagte der Minister. Es seien kritische Punkte angesprochen worden, so Studt, deutlich sei in den Gesprächen aber auch die Bereitschaft geworden, „selber an Problemlösungen zu arbeiten“.

Studt vermied es, direkt auf seinen Vorgänger einzugehen. Andreas Breitner hatte im Oktober verkünden wollen, in welchen von drei ausgewählten Bereichen der Landespolizei 122 Stellen gestrichen werden. Offiziell wurden die Reformpläne mit dem Wechsel im Ministerium auf Eis gelegt. Nach Informationen dieser Zeitung sind die Vorbereitungen jedoch weitgehend abgeschlossen. Landespolizeidirektor Ralf Höhs hatte kürzlich ein Strategiepapier entwickelt, das zeigt, wo welche Stellenstreichungen möglich sind. Auf dieser Grundlage soll die Polizeiabteilung im Innenministerium bereits eine Entscheidung gefällt haben. Studt könnte die Pläne noch umwerfen. Ob er das tun wird, ließ er in Rendsburg offen. „Ich fange nicht bei Null an, sondern nehme die Erkenntnisse, die Herr Breitner gewonnen hat, mit.“

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erstellt am 02.Okt.2014 | 12:29 Uhr

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