Streitpunkt seit Jahrzehnten

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12. Januar 2015, 19:07 Uhr

Generationen von Politikern haben sich in der Vergangenheit mit der Aufteilung der Rader Insel befasst: Bereits im Februar 1960 wies Borgstedts Bürgermeister Karl Seemann in einem Gespräch mit den Landräten Rendsburgs und Eckernfördes darauf hin, „dass die Gemeinde Borgstedt sich seit Jahrzehnten um die Eingemeindung der Rader Insel bemüht“. Das geht aus einem Aktenvermerk über das Gespräch hervor. Für die Eingemeindung spreche laut Seemann, dass die Straßen Borgstedts durch den Verkehr zur Insel stark beansprucht werden, dass die Insulaner für Behördengänge weite Strecken nach Rade und Schacht-Audorf zurücklegen müssen und dass „die Schule in Borgstedt durch die Gastschulkinder von der Rader Insel stark belastet wird“. Hinzu komme der „gefühlsmäßige Gesichtspunkt“ – die Einwohner fühlten sich Borgstedt zugehörig. Nach einem weiteren Versuch 1988 wurde 1997 sogar vorgeschlagen, dass Borgstedt 2000 Mark Entschädigung je abgegebenen Hektar Land und Einwohner leistet – vergeblich.

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