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Streit unter Nachbarn um eine schiefe Fichte

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ein Streit um eine schiefe Blaufichte im Rendsburger Stadtteil Neuwerk sorgt für Diskussionen. Die etwa 16 bis 18 Meter hohe Tanne, die an der Grenze eines Privatgrundstücks in der Königinstraße steht, beschäftigt die betroffenen Parteien seit längerem. Der Grund: Aufgrund des kränklichen Aussehens und einer auffälligen Neigung der Tanne sorgt sich die Besitzerin des Nachbargrundstücks, dass der Baum umfallen könnte. Dadurch, so ihre Befürchtung, könnte Schaden auf ihrem Gelände sowie auf einem angrenzenden Parkplatz angerichtet werden.

„Seit einigen Jahren wirft die Blaufichte übermäßig viele Nadeln ab und wird von unten immer kahler“, berichtet Bärbel Schmikale. Da sie befürchtet habe, dass der Baum bei Sturm umfallen könnte, habe sie vor etwa zwei Jahren ihre Nachbarin angesprochen und darum gebeten, die Tanne begutachten zu lassen, so Schmikale.

Nachdem nichts passierte, habe sie ihre Nachbarin seit dem letzten Herbst mehrmals wegen der Dringlichkeit einer Begutachtung kontaktiert und sich schließlich Rat bei einem Rendsburger Schiedsmann geholt. Erst im Anschluss daran habe ihre Nachbarin einen Kostenvoranschlag für die Beseitigung der Fichte anfertigen lassen, erläutert Bärbel Schmikale.

Seitdem sei allerdings weiterhin nichts geschehen. „Eigentlich bin ich sehr gutmütig und wollte meiner Nachbarin die nötige Zeit geben, aber ich komme nicht zur Ruhe, weil ich Angst habe, dass bei den kommenden Herbststürmen meine eigene Sicherheit und die der Benutzer des Parkplatzes in Gefahr sein könnte“, erklärt sie.

Die beschuldigte Nachbarin verteidigt sich: „Nach einem Anruf von Frau Schmikale im Juli habe ich umgehend gehandelt“, sagt sie. Sie habe eine Firma mit einer Begutachtung und Fällung der Fichte beauftragt. Zuvor habe sie sich bereits bei einem anderen Dienstleister um Baumpflege bemüht. Nur weil laut Landschaftsschutzgesetz eine Fällung erst ab dem ersten Oktober erlaubt sei, sei die Tanne noch nicht gefällt worden. Die beauftragte Firma habe ihr versprochen, die Fällung der Fichte zeitnah durchzuführen. Allerdings habe sie viele weitere Aufträge zu bearbeiten. Da dem Fachbetrieb zufolge keine akute Gefahr von dem Baum ausgehe, könne sie momentan nicht mehr tun als zu warten, so die Nachbarin.

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