Rendsburg : Streit über Hafenversicherung vergiftet die Stimmung

Verantwortliche von Rendsburg Port Authority beschuldigt.

Avatar_shz von
15. März 2013, 10:04 Uhr

Rendsburg | Der Streit um die Hafen-Versicherungen (wir berichteten) dreht sich weiter. Nach ehe das Thema gestern Abend im Hauptausschuss überhaupt angesprochen wurde, waren vor allem zwischen Klaus Brunkert (CDU) und Fritjof Wilken (Für ein modernes Rendsburg) Spannungen deutlich spürbar. Die Worte mit Bedacht höflich gewählt, der Ton eiskalt.

Unter dem Tagesordnungspunkt Anfragen und Mitteilungen ergriff schließlich Bürgermeister Pierre Gilgenast das Wort und stellte sich hinter Kämmerer Herwig Schröder, der auch Geschäftsführer der Rendsburg Port Authority ist. Fragen zu stellen, sei in Ordnung. Nicht aber, darin subtil Vorwürfe und Beschuldigungen zu verpacken. Gilgenast bezeichnete Wilkens Vorwürfe als haltlos und sprach Schröder vorbehaltlos sein Vertrauen aus.

Wilken entgegnete, der Kämmerer Herwig Schröder habe das Vertrauen seiner Fraktion, die Vorwürfe richteten sich an Schröder als Hafen-Geschäftsführer. "Ich habe mich zunächst noch sehr vorsichtig ausgedrückt", so Wilken. Dann aber habe er eine Mail von Klaus Brunkert (CDU-Ratsherr und Aufsichtsratsvorsitzender für den Hafen) bekommen, in der ihm rechtliche Schritte angedroht worden seien. "Das verlangte nach einer Antwort", sagte Wilken.

Die Rendsburg Port Authority hatte kurz vor der Sitzung in einer Pressemitteilung zu den Vorfällen Stellung genommen. Geschäftsführer Peter Klarmann bezeichnet darin die Vorwürfe als haltlos. Man hätte die Vergabe der Verträge sogar ohne vorherige Preisumfrage vornehmen können, sich aber freiwillig an die Vergabevorschriften des Kreises gehalten. Es habe keine Unregelmäßigkeiten gegeben. "Falsche Behauptungen werden durch ständige Wiederholungen nicht wahrer", heißt es in der Mitteilung.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen