Werbung um Nachwuchskräfte : Streifzug mit dem Bus durch die vielfältige Berufswelt

Gespräch auf Augenhöhe im Autohaus: Nico Stöver (links) und Mike Rase lassen sich von Julia Kähler die Ausbildungsinhalte erklären. Fotos: Becker
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Gespräch auf Augenhöhe im Autohaus: Nico Stöver (links) und Mike Rase lassen sich von Julia Kähler die Ausbildungsinhalte erklären. Fotos: Becker

Schulabgänger „hoppen“ bei Lehrstellenrallye der Wirtschaftsjunioren von Firma zu Firma.

shz.de von
15. Juni 2018, 10:20 Uhr

Rendsburg | Betriebe suchen gute Auszubildende, Schulabgänger interessante und attraktive Ausbildungsplätze – die Lehrstellenrallye der Wirtschaftsjunioren Rendsburg brachte gestern beide zusammen. An der fünften Aktion des Jungunternehmer-Netzwerks beteiligten sich fast 1000 Jugendliche aus 14 Schulen. Die Schüler konnten zwischen 11.30 und 15.30 Uhr gratis per Linien- oder Sonderbus durch Rendsburg und Büdelsdorf fahren, bei den 23 teilnehmenden Firmen aussteigen und in deren Arbeitsalltag hineinschnuppern.

Besonders gut kam bei den Jugendlichen an, dass in vielen Betrieben die Auszubildenden den Schülern „aus erster Hand“ über ihre Tätigkeiten berichteten. Vor der Filiale der Volksbank-Raiffeisenbank am Schiffbrückenplatz zum Beispiel nahm Björn Mathiesen (20) die Schülergruppen in Empfang und gab ihnen einen ersten Überblick über die Ausbildung im Bankgewerbe. „Die meisten fragten zuerst nach dem Gehalt“, berichtete der Nortorfer, der im ersten Ausbildungsjahr ist. Häufig sei auch nach dem nötigen Schulabschluss gefragt worden. „Eine gute mittlere Reife oder das Abitur, aber wichtiger als Schulnoten sind Eigenschaften wie Offenheit und Kontaktfreudigkeit.“

Nico Stöver (14) und Mike Rase (15) vom 8. Jahrgang der Schule Altstadt hörten interessiert den Ausführungen von Julia Kähler vom Autohaus Kath zu. Die Auszubildende im ersten Lehrjahr führte die Schüler durch die verschiedenen Abteilungen des Betriebs und erklärte die dazu gehörenden Tätigkeiten von der Großkundenbetreuung bis zur Disposition von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen.

„Eine Ausbildung bei Kath oder bei Mercedes könnte ich mir auch vorstellen“, sagte Asmus Beisheim (15) nach dem Rundgang. Der Altstadt-Schüler hat bereits ein Praktikum in einem Autohaus absolviert und ist dementsprechend gut informiert. Aber auch das Hineinschnuppern in eine ganz andere Branche, nämlich in den Betrieb des Hotels „Heidehof“ in Büdelsdorf, fand Asmus interessant. „Man hat uns auch klar gemacht, welche Chancen es dort in der beruflichen Entwicklung gibt.“

Beeindruckt hat Asmus auch der Betrieb Joh. Storm in Rendsburg, wo die Abteilung „Kältetechnik“ ihre Ausbildungsmöglichkeiten vorstellte. „Da werden Mitarbeiter dringend gesucht“, haben die Schüler erfahren.

„Jeder hat ein paar Ideen bekommen“, war das Fazit der drei Schüler der Schule Altstadt. Asmus Beisheim fühlte sich gut informiert. „Ich haben zwar noch keine Entscheidung getroffen, aber ich habe meine Richtung gefunden: Autohaus oder Klimatechnik liegen vorn.“

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