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Jahrbuch : Streifzug durch Rendsburgs Historie

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Gesellschaft für Stadt- und Kreisgeschichte veröffentlicht ihr Jahrbuch. Einer der thematischen Schwerpunkte: die Nordmarkhalle.

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2013 | 00:35 Uhr

Inhaltliche Schwergewichte sind optisch meist unscheinbar. Beim neuen Rendsburger Jahrbuch der Gesellschaft für Stadt- und Kreisgeschichte fällt auf, dass die Titelseite eben nicht auffällt. Ein kleines Hochbrücken-Logo, ein 100 Jahre altes Werbeplakat für die „neue städtische Vieh-Markthalle“ (heute Nordmarkhalle) – das war’s. Statt auf grafische Schickimickis legte die Redaktion des Jahrbuchs Wert auf fundierte Inhalte und ein schier überwältigendes Themenspektrum. Diese Ziele wurden erreicht.

Den Redakteuren Dr. Hans Wilhelm Schwarz und Klaus Neugebauer gelang es, eine Vielzahl von Autoren für das Jahrbuch zu verpflichten. Zu den herausragenden Beiträgen zählt ein Artikel von Regina-Maria Becker. „Von der Viehmarkthalle zur Nordmarkhalle – ein Rendsburger Wahrzeichen wird 100 Jahre alt“ lautet die Überschrift. Detailliert und anekdotenreich beschreibt sie die Geschichte dieses markanten Gebäudes, das einst 292 000 Mark gekostet hat und von der Stadt über einen Kredit finanziert wurde. Der Beitrag wurde zudem reich illustriert mit Fotos und Zeichnungen.

Weitere Themen: Peter Franzen widmet sich der letzten Belagerung der Festung Rendsburg vor 200 Jahren und schildert anhand historischer Quellen sehr plastisch das Drama des Krieges und die Nöte der Soldaten. Frauke Dettmer setzt dem Rendsburger Unternehmer David Hirsch Isaak Rheindorff ein Denkmal, der eine Dampfweberei betrieb und in der jüdischen Gemeinde eine herausragende Rolle spielte. Über die Rendsburger Generalsuperintendenten von 1693 bis 1806 schrieb Lothar Franke, und Ernst Joachim Fürsen veröffentlicht den zweiten Teil seines Beitrages über Büdelsdorfer Badeanstalten vor 60 Jahren. Ein sehr ausführlicher Artikel ist dem Dichter Friedrich Hebbel aus Dithmarschen gewidmet. Hans-Dieter Grohmann weist nach, aus welchen Gründen Hebbel bis heute nichts an Aktualität eingebüßt hat.

Das neue Jahrbuch ist in einer Auflage von 800 Stück erschienen und wird an die Mitglieder der Gesellschaft für Rensburger Stadt- und Kreisgeschichte kostenlos verteilt.

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