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Landeszeitung

19. August 2017 | 21:04 Uhr

Strategien für das Schwimmzentrum

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

170-Seiten-Papier einer Unternehmsberatung steht im Senat auf der Tagesordnung / Gute Aussichten für das Freibad

Die gute Nachricht: Das Freibad soll erhalten werden. Auch von einer Abschaffung der 50-Meter-Bahnen ist nicht mehr die Rede. Dies sind zwei von mehreren Punkten, die aus dem Strategiekonzept einer Unternehmensberatung hervorgehen. Die schlechte Nachricht: Ohne Veränderungen im Schwimmzentrum würden sich die Verluste um weitere 540 000 Euro erhöhen. Aber auch hierfür gibt es in dem 170 Seiten starken Papier Verbesserungsvorschläge (für jedermann nachzulesen im Internet im Ratsinformationssystem der Stadt). „Der Aufsichtsrat der Stadtwerke hat sich bereits damit auseinander gesetzt“, erklärt Bürgermeister Pierre Gilgenast, der auch Aufsichtsratsvorsitzender ist. Am kommenden Donnerstag stehen die Vorschläge auf der Tagesordnung des Senates. Später sind die Bürger zu einer Informationsveranstaltung eingeladen (siehe Kasten rechts).

„Die Analysephase hat gezeigt, dass das Schwimmzentrum Rendsburg insgesamt ordentlich aufgestellt ist“, lautet das Fazit der Unternehmensberatung Altenburg, vor allem gelte dies für das Hallenbad. Handlungsbedarf gebe es im Freibad. Doch das steigert die Attraktivität der Stadt, lautet die Erkenntnis des externen Unternehmens. „Es wird sogar von einem Komfort-Freibad gesprochen“, so Gilgenast. Grund sind die 50-Meter-Bahnen und das 10-Meter-Brett. Allerdings sei die Wasserfläche zu groß, meint die Unternehmensberatung. Doch dieser Meinung ist der Aufsichtsrat nicht.

Auch der Vorschlag, Schwimmer- und Nichtschwimmer-Becken zu einem Becken zusammenzulegen, wird vorerst abgelehnt. Es würde 1,8 bis 2 Millionen Euro Investitionskosten bedeuten. „Aber der Zustand der jetzigen Becken ist noch gut“, so Gilgenast. Hier wird erst etwas verändert, wenn ohnehin Sanierungsbedarf besteht.

Einig sind sich Stadtwerke und Altenburg, was das Außenbecken des Hallenbades anbelangt. Es ist das ganze Jahr geöffnet. Es im Winter zu erwämen, würde es zwar attraktiver machen, aber die Kosten in die Höhe schießen lassen. Die Stadtwerke empfehlen eine Schließung „sowohl aus ökologischen als auch aus ökonomischen Gründen“.

Das wäre ein Punkt, um die zu erwartenden Verluste um 260 000 Euro jährlich auf 2,44 Millionen Euro zu reduzieren. Angedacht sind außerdem:

> Die Betriebszeiten des Freibades flexibler zu gestalten, z.B. bei schlechtem Wetter kürzer zu öffnen.

> Die Eintrittspreise zu erhöhen und die Vermarktung zu intensivieren ...

> ... und die Organisationsstruktur des Schwimmzentrums zu verändern. Konkrete Angaben dazu wird es in der Senatssitzung geben. „Wir bemühen uns um ein transparentes Verfahren und Bürgerbeteiligung“, erklärt Gilgenast in seiner Rolle als Aufsichtsratsvorsitzender. „Ich hoffe auf eine sachliche Diskussion und die Möglichkeit, das Freibad zu sichern.“ Denn die Stadt als Gesellschafterin der Stadtwerke hat bei den Entscheidungen noch ein Wörtchen mitzureden.

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