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Nortorf : Straßensperrung bringt Anwohner auf die Palme

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Rendsburger Straße wird ab 4. Mai für Asphaltierungsarbeiten voll gesperrt. 25 Bürger fühlen sich abgehängt.

shz.de von
erstellt am 18.Apr.2017 | 13:28 Uhr

Die Anwohner des Nortorfer Ortsteils Thienbüttel sind sauer. Anlass ist ein Schreiben des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV), in dem wegen der Asphaltierungsarbeiten an der Kreisstraße 45 eine Vollsperrung der Rendsburger Straße angekündigt wird. Da aber fast alle Thienbüttler Nebenstraßen, die größtenteils in Sackgassen enden, von der Hauptstraße abgehen, haben nun 25 Thienbüttler Anwohner in einem Schreiben an Bürgermeister Horst Krebs Widerspruch eingelegt.

Es ist der zweite Bauabschnitt vom 4. bis zum 16. Mai, der den Thienbüttlern jetzt schon schwer im Magen liegt. „Dann ist die Rendsburger Straße ab Einmündung Ritzebüttler Weg bis zum Beginn der Pflasterfläche höhe Ruhberg gesperrt“, erklärte Hartmut Wiek-Simon. Für diese Zeit werden die Anlieger gebeten, ihre Grundstücke über Gemeindewege anzufahren oder ihre Fahrzeuge außerhalb der Baustelle auf „Parkplätzen oder Gemeindewegen abzustellen“. „Kein Grundstück ist über Gemeindewege erreichbar, alle Seitenstraßen sind Sackgassen“, betonte Wiek-Simon. „Und wo sollen während der Bauphase gut 100 Fahrzeuge der Anlieger verkehrs- und aufbruchssicher geparkt werden“, fragen die Thienbüttler in ihrem Brief. Um ihren Bedenken Nachdruck zu verleihen und eine tragbare Lösung zu finden, wandten sie sich nun an den Bürgermeister. „Generell sind der Stadt dabei die Hände gebunden, da es sich um eine Kreisstraße handelt“, gab Marcus Dröge, Mitarbeiter der Bauverwaltung, zu. Das Schreiben der Thienbüttler werde an den LBV und die zuständige Straßenbaufirma weitergeleitet, mit der Bitte des Bürgermeisters um Antwort. „Und mit dieser wird Horst Krebs dann wieder auf die Bürger zugehen“, fügte Dröge an.

„Natürlich klingt eine Vollsperrung im ersten Moment ziemlich drastisch“, sagte Matthias Paraknewitz, Leiter der Rendsburger LBV-Niederlassung, auf Nachfrage der Landeszeitung. Man müsse dabei aber bedenken, dass die Straße nicht komplett verschwindet, sondern lediglich vier Zentimeter von der Fahrbahn abgefräst werden. Für Rettungs- und Einsatzfahrzeuge könnten die Wege also jederzeit geöffnet werden. Ebenso wurden Müllabfuhr sowie Zustelldienste über die geänderte Verkehrssituation informiert. „Solange die Bauarbeiter nicht beeinträchtigt oder gar gefährdet werden, kann man sich sicher mit der ausführenden Baufirma arrangieren“, ist sich Paraknewitz sicher. So könne er sich auch vorstellen, dass im Verlauf der Fräsarbeiten statt einer Vollsperrung eher eine Beschilderung mit „Zufahrt bis zur Baustelle“ möglich sei. Ein Anrecht auf ungehinderte Zufahrt gebe es aber nicht. Spätestens wenn die neue Asphaltschicht aufgetragen wird und zum Aushärten abkühlen müsse, sei die Straße erst einmal gar nicht befahrbar. Für die übrige Zeit, ist sich Paraknewitz sicher, findet sich meistens auch eine praktikable Lösung.

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