Straßen, Jugendtreff, Supermarkt – Bau-Boom in Nortorf

Der Bagger rollt: Die Abrissarbeiten am Timmasper Weg/Itzehoer Straße sind im vollen Gange.
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Der Bagger rollt: Die Abrissarbeiten am Timmasper Weg/Itzehoer Straße sind im vollen Gange.

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28. Januar 2015, 13:14 Uhr

Vergangene Woche rollte der Bagger in der Itzehoer Straße/Timmasper Weg an. An den Kragen geht es derzeit dem alten Gebäude an der Tunnelunterführung. Dies ist der erste Abschnitt zur geplanten Famila-Erweiterung. Die öffentliche Auslegung der Bebauungspläne lief bis Anfang des Monats. Am 16. Februar müssen die Mitglieder des Bauausschusses der Stadt über die Änderung des Flächennutzungsplanes beraten, die Stadtverordnetenversammlung beschließt die Änderung am 17. März. Anschließend muss das Land seine Genehmigung erteilen. „Sollte nichts dazwischen kommen, ist die Angelegenheit von behördlicher Seite im Sommer abgeschlossen“, teilte Torsten Manthey, Bauamtsmitarbeiter, mit. „Anschließend kann Famila den Bauantrag stellen. Die Genehmigung dauert in der Regel bis zu drei Monate“, so Manthey weiter.

Aber auch weitere große Bauprojekte stehen 2015 auf der Agenda der Stadt Nortorf: Der Ausbau der Danziger Straße wurde bereits genehmigt. Bei einer Untersuchung der Stadtwerke wurde festgestellt, dass der Mischwasserkanal nicht mehr standsicher sei, weil durch Betonkorrosion die Armierung freiliegt (wir berichteten). Die auf die Stadt Nortorf entfallenden Kosten belaufen sich schätzungsweise auf 138 000 Euro. Auf welche Art die Straße ausgebaut werden soll, sei noch nicht sicher, teilte Bauausschussvorsitzender Karsten Groth mit. Die Anlieger wurden in einer Versammlung bereits informiert. „Der Planer hat dabei verschiedene Varianten vorgestellt“, sagte Groth.

Fünf ehemalige Kinderspielplätze, die kaum frequentiert worden waren, seien bereits für Baulandzwecke verkauft. Die Prüfung weiterer Baulücken und Baugebiete im Stadtgebiet sowie der Bau von Eigentumswohnungen in der Innenstadt zum Kauf oder Mieten seien in Planung. „Wir überlegen auch, das Baugebiet Richtung Bargstedt, Am Schulwald, weiter auszubauen“, berichtete Bürgermeister Horst Krebs. „Konkretes steht aber noch nicht fest.“

Die Schaffung bezahlbarer alters- und behinderten gerechter Wohnungen sei ebenso ein wichtiges Thema in der Stadt. Der dazu gebildete Arbeitskreis „Sozialer Wohnungsbau“ unter Beteiligung des Seniorenrats hat bereits mehrfach getagt. Vorstellbar sei, das Haus in der Kleinen Mühlenstraße, in dem derzeit die Tafel untergebracht ist, abzureißen und dort einen Neubau für den Sozialen Wohnungsbau zu errichten. Dies hinge aber damit zusammen, wie die Planungen mit der ehemaligen Hugo-Syring-Schule fortschreiten. Dort könnte die Tafel unter Umständen neue Räumlichkeiten bekommen.

Mit je rund 50  000 Euro schlägt der zweite Abschnitt der Sanierung und Umbau des Jugendtreffs in der Bargstedter Straße der Stadt zu Buche. Ebenso die energetische Sanierung der Wohnungen in der Rinkeniser Straße 16 und 18.

Nach langen Diskussionen wird auch der DRK-Kindergarten saniert und umgebaut. „Was und wie steht aber noch nicht fest. Das Thema wird noch in den Gremien besprochen“, so Karsten Groth. „Wir arbeiten intensiv an dem Thema. Ich will, dass wir noch dieses Jahr mit der Sanierung beginnen können“, betonte Krebs. Auch der Museumsumzug sei ein wichtiger Punkt. „Wir werden Anträge auf Zuschüsse stellen. Mehr können wir in diesem Jahr aber vorerst nicht machen.“

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