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1. Basketball-Regionalliga : Stolz trotz deutlicher Niederlage

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die ersatzgeschwächten Rendsburg Twisters unterliegen dem SSV Lok Bernau mit 82:101. Hier geht's zum Video.

Es war schon ein wenig paradox: Da hatten die Rendsburg Twisters ihr Heimspiel in der 1. Basketball-Regionalliga soeben mit 82:101 (27:31, 43:56, 63:77) verloren, doch Bjarne Homfeldt geriet ins Schwärmen. „Das war vielleicht unser bestes Saisonspiel. Ich bin unheimlich stolz auf meine Mannschaft“, meinte der Rendsburger Coach. Die Lobeshymnen Homfeldts werden verständlicher, wenn man betrachtet, wer der Gegner war, und in welcher Besetzung die Gastgeber sich dieser Aufgabe stellten. Mit dem SSV Lok Bernau gab die derzeit beste Mannschaft der Liga ihre Visitenkarte in der Sporthalle der Herderschule ab. Die Gäste aus Brandenburg feierten in Rendsburg ihren zwölften Sieg in Folge und verdrängten die spielfreien Herzöge Wolfenbüttel von der Tabellenspitze. Homfeldt: „Gegen diesen Gegner hätte bei uns schon alles passen müssen.“ Doch es passte nicht alles. Zudem gingen die Twisters stark gehandicapt in die Partie. Mit Jannek Schmitt, Patrick Sopha, Christoph Brunk, Dimi Basylev, Tim Störtenbecker und Mannschaftskapitän Morris Brodersen fehlten gleich sechs wichtige Spieler. Homfeldt füllte seinen stark ausgedünnten Kader mit Jan Rohwer aus der zweiten Mannschaft auf, zudem standen die Ergänzungsspieler Frederik Schütze und Alexander Schlemmer so lange auf dem Spielfeld, wie noch nie zuvor in dieser Saison.

Doch die Twisters trotzten zunächst den Personalproblemen und begegneten dem Favoriten im ersten Viertel auf Augenhöhe. Vor allem Björn Rohwer und Max Hillner rissen die Fans mit ihren zielgenauen Würfen von jenseits der Drei-Punkte-Linie immer wieder von den Sitzen. Da auch die Gäste in Julius Zurna und Felix Schekauski sichere Distanzschützen hatten, entbrannte ein Offensivfeuerwerk, aus dem die Bernauer mit einem 31:27 nach zehn Minuten als Sieger hervorgingen. „Wir haben einfach nur Basketball gespielt, ohne uns einen Kopf zu machen. Wir wussten, dass wir absolut chancenlos sind und nichts zu verlieren hatten. Das hat uns irgendwie befreit“, analysierte Homfeldt den beherzten Auftritt seines Teams im ersten Viertel.

Dieses Lockerheit ging den Rendsburgern im zweiten Viertel verloren. Homfeldt: „Wir hatten wohl ein bisschen Angst vor der eigenen Courage und sind etwas verkrampft.“ Zudem musste der Coach seinen Leistungsträgern Erholungspausen gönnen, was die Gäste gnadenlos bestraften. Binnen vier Minuten machte der SSV Lok Bernau aus einer 34:31-Führung (13.) eine vorentscheidende 47:31-Führung (17.). Fortan hechelten die Twisters stets einem größeren Vorsprung hinterher. Näher als auf neun Punkte (68:77, 31.) kamen sie nicht mehr heran. Am Ende lagen 19 Zähler zwischen dem Tabellenachten und dem neuen Klassenprimus. „Hätte mir vor dem Spiel jemand dieses Ergebnis angeboten, ich hätte es sofort angenommen“, bekannte Homfeldt, dem vor allem der Kampfgeist seines Teams imponierte: „Auch als wir deutlich zurücklagen, hat sich keiner hängen lassen. Alle haben bis zum Schluss gekämpft, um das Ergebnis in einem erträglichen Rahmen zu halten.“

Rendsburg Twisters: Hillner (14/4x3), Schütze (6), Marcic (20/2x3), J. Rohwer, B. Rohwer (24/4x3), Schlemmer (2), Rinner (3), Kibi (13).

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erstellt am 09.Mär.2015 | 06:00 Uhr

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