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Hanerau-Hademarschen : Stör und Karpfen nach Blaumeisenart

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

„Geglückte Form der Vernetzung“: Agrarbetriebswirte zu Besuch in der Landfrauenschule. Gegenseitig voneinander lernen.

Stör steht in der Fachschule für ländliche Hauswirtschaft so gut wie nie auf dem Speiseplan. Dass sie diesen schmackhaften Knorpelfisch jetzt auch mal genießen konnten, hatten die „Blaumeisen“ angehenden Agrarbetriebswirten von der Höheren Landbauschule (HöLa) zu verdanken, die bei ihrem Besuch gleich mehrere Stör-Prachtexemplare im Gepäck hatten. Die Störe stammten wie die gleichfalls mitgebrachten Forellen, Karpfen und Barsche von der „Fischzucht Kortmann“ in Hohenwestedt, wo die HöLa-Schüler auf ihrem Weg von Osterrönfeld nach Hanerau-Hademarschen einen Zwischenstopp eingelegt hatten. Die Landwirte, die an einem Wahlpflichtkurs (WPK) zum Thema Fisch teilnehmen, reisten von einem Standort des Berufsbildungszentrums am Nord-Ostsee-Kanal (BBZ NOK) zum anderen: Sowohl die HöLa als auch die Fachschule für ländliche Hauswirtschaft gehören zum BBZ NOK. Von den mitgebrachten Stören war Internats-Küchenmeister Marcus Schalkalwies schwer begeistert: „Die Störe sind heute unsere Stars.“ „Die jungen Damen der Fachschule sollen den HöLa-Schülern heute zeigen, wie man die Fische zubereitet, und sie sollen ihnen auch Tischkultur beibringen“, erklärte BBZ-Leiterin Dr. Monika Boye, „so ein gemeinsames Projekt wie heute bringt beide Fachbereiche voran.“

„Meine Schüler sollen die Zubereitung von Fisch als hochwertigem Lebensmittel kennenlernen, und wo kann man das besser als hier?“, sagte WPK-Leiter Dr. Karsten Zumholz, „und die Fachschülerinnen sollen ihre möglicherweise vorhandene Scheu vor Fisch verlieren.“ „Das ist eine sehr geglückte Form der Vernetzung“, befand Dietmar Fahnert vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, der gerade seinen Antrittsbesuch als neue Schulaufsicht für die Fachschule absolvierte. Erster Programmpunkt für die Gäste von der HöLa war eine Hygieneschulung. Beim Ausnehmen der Fische in der Internats-Lehrküche nutzte Zumholz die Gelegenheit, die Anatomie der Speisefische zu erläutern. „Die allermeisten Tiere auf dieser Welt funktionieren auf ähnliche Weise“, so der Leiter der Landesberufsschule für Fischwirte, als er seinen HöLa-WPK-Schülern und den „Blaumeisen“ Gallenblase, Milz und Niere einer Forelle präsentierte. Die Agrarbetriebswirte kümmerten sich um das Aufschneiden und Ausnehmen der Fische, die „Blaumeisen“ übernahmen bei der anschließenden gemeinsamen Zubereitung der Fische das Kommando.

Den Menüplan hatte Marcus Schalkalwies festgelegt: gebratenen Karpfen, Forellen im Salzmantel, Fischfrikadellen – und gedünsteten Stör. „Das ist ganz was Exklusives“, freute sich der Küchenmeister. „Es ist uns ganz wichtig, dass wir mit regionalen Produkten arbeiten“, betonte Zumholz. Die zubereiteten Fischgerichte wurden zu einem Buffet aufgebaut, das die Blaumeisen und ihre HöLa-Gäste dann als wohlverdientes Mittagessen genießen konnten.

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