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Landeszeitung

12. Dezember 2017 | 02:30 Uhr

Stippvisite im Reich der Mitte

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Gegenbesuch im Rahmen eines deutsch-chinesischen Austauschs / Hohenwestedter Schüler zu Gast bei Freunden in Jiujiang

shz.de von
erstellt am 20.Mai.2014 | 11:24 Uhr

Es begann mit einem Fehlstart: Im August 2013 wollten chinesische Schüler Deutschland besuchen. Doch die Reise wurde verschoben, weil Visa falsch ausgestellt worden waren. Für den Ersatztermin mussten neue Gasteltern gesucht werden. Auch die Schule Hohe Geest in Hohenwestedt bot ihre Unterstützung an. Die Resonanz in der Region war riesig, so dass 21 chinesischen Schülern kurzfristig eine Unterkunft vermittelt werden konnte.

Aus dem großen gegenseitigen Interesse und den zahlreichen neuen Freundschaften erwuchs schnell die Idee eines deutsch-chinesischen Austauschs. Erster Meilenstein des neugegründeten Programms war der Gegenbesuch von 20 Schülern der Klassenstufen 9 und 10 der Schule Hohe Geest im April während der Osterferien.

Neben einem einwöchigen Aufenthalt bei Gastfamilien in der 4,8 Millionen Einwohner zählenden Großstadt Jiujiang stand auch ein zweitägiger Trip in die Hauptstadt Peking auf dem Plan. Highlights der Kurzreise waren unter anderem eine Begehung der Chinesischen Mauer sowie ein Besuch des Platz des Himmlischen Frieden und der Verbotenen Stadt. Da die Organisation der Fahrt durch die deutsche China-Gesellschaft erfolgte und die Schüler stets von Dolmetschern begleitet wurden, konnte auch ein Einblick in die chinesische Kultur jenseits der touristischen Pfade gewährt werden.

Beeindruckt waren die Hohenwestedter Schüler insbesondere von der Gastfreundschaft und Herzlichkeit, mit der sie empfangen wurden. Einen tiefen Eindruck hinterließ auch das chinesische Schulsystem. „Das Leben eines chinesischen Schülers besteht – kurzgefasst – nur aus Lernen. Von morgens 7.30 Uhr bis abends 22 Uhr dauert die Schule“, berichtet der 15-jährige Jan-Niklas Feldhusen.

Als beklemmend empfand der Schüler Thies Breiholz die Unterrichtsatmosphäre: „Eine chinesische Klasse hat oft eine Stärke von 70 Schülern. Sehr erschreckend ist, dass Schüler und Lehrer ständig durch Kameras überwacht werden.“Für die Jahre 2015 und 2016 sind mit den Partnerschulen „No. 1 Middle School Jiujiang“ und „Tongwen Middle School“ bereits weitere Schüleraustausche organisiert. Familien, deren Kinder die Schule Hohe Geest besuchen und einen chinesischen Gast aufnehmen, können sich dadurch gleichzeitig einen Platz für den Gegenbesuch reservieren.

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