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Abstimmung zum Kulturzentrum : Steht „KuNo“ vor dem Aus?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Parteien vorerst gegen geplantes Kulturzentrum in der ehemaligen Hugo-Syring-Schule in Nortorf. Das Angebot des Städteförderungsprogramm wird parteiübergreifend abgelehnt. Ein möglicher Verkauf des Gebäudes steht noch im Raum.

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erstellt am 05.Dez.2013 | 06:00 Uhr

Das leerstehende Gebäude der ehemaligen Hugo-Syring-Schule sorgt in der Stadt weiterhin für Gesprächsstoff. Das einst von der CDU angepriesene „KuNo – Kulturzentrum Nortorf“ (wir berichteten) stößt bei den anderen Parteien auf Widerspruch. Heute erhalten die Fraktionen nun ein schriftliches Angebot des Städtebauförderungsprogramm zur Sanierung und Entwicklung der Stadt. Bereits am Montagabend gab es eine fraktionsübergreifende Sondersitzung. Dabei ginge es nicht nur um die Gesamtmaßnahme „Innenstadt“, sondern auch um die Förderung vom „KuNo“.

Bis zur Stadtverordnetenversammlung am Dienstag, 17. Dezember, haben die Vertreter Zeit, sich für oder gegen „KuNo“ mit dem Städtbauförderungsprojekt zu entscheiden. Andere Möglichkeiten, wie beispielsweise eine Förderung durch die AktivRegion stünden noch gar nicht weiter zur Debatte, erklärt Bürgermeister Horst Krebs gegenüber der Landeszeitung. Allerdings sei auch dies eine mögliche Option das Projekt umzusetzen. Derzeit ginge es lediglich darum zu entscheiden, ob das Kulturzentrum mit Geldern des Städtebauförderungsprogramm umgesetzt werden könne oder nicht. Die Hugo-Schule-Syring gehört zwar der Stadt, doch um die leerstehenden Räumlichkeiten zu nutzen seien umfangreiche Baumaßnahmen in Höhe von rund einer Millionen Euro nötig, erklärt Horst Krebs.

Die Städtebauförderung würde 50 Prozent der Kosten tragen, die anderen 50 Prozent müsste die Stadt aufbringen. Nicht eingerechnet seien dabei weitere Kosten wie beispielsweise die Inneneinrichtung, die gut 120000 Euro verschlingen würde.

Was sagen die Parteien? Kommende Woche habe die CDU Fraktionssitzung. Dann wolle man diskutieren und entscheiden, „bis dahin kann ich nichts weiter dazu sagen“, betonte Krebs.

Die FDP hat ihren Standpunkt bereits in vergangenen Stadtverordnetenversammlungen klar und deutlich gemacht. „Wir sind für den Verkauf der Hugo-Syring-Schule und gegen das Prestigeobjekt KuNo“, sagt Stadtverordneter Holger Krüger. Die Haushaltslage sei dafür nicht geschaffen. Zudem hielten er und Kollege Ralf Jörs den Standpunkt für ungünstig und dezentral.

Die SPD hat sich ebenfalls gegen das Förderungsprogramm ausgesprochen. Über einen möglichen Verkauf der Schule habe man sich jedoch noch keine Gedanken gemacht. „Wir werden abschließen mit der Städtebauförderung und den damit verbundenen Zuschuss über eine halbe Million nicht annehmen“, sagt Willi Gronewald. Wie es mit dem Gebäude und „KuNo“ weitergeht, müsse man dann im nächsten Jahr entscheiden. Jedoch sei die finanzielle Haushaltslage so schlecht, „dass man eigentlich kein einziges Projekt anfassen kann. Da muss eine Prioritätenliste her“, sagt der Kommunalpolitiker. Bevor „KuNo“ konkretere Züge annimmt, sei beispielsweise die Erweiterung des DRK-Kindergartens „viel dringender.“

Angelika Bretschneider von Bündnis ’90/Die Grünen sagte: „Es wäre schön, wenn wir etwas in diese Richtung machen könnten, aber im Moment können wir uns das Projekt KuNo überhaupt nicht leisten.“ Ein Verkauf des Gebäudes sei jedoch schade, „da es wirklich schön ist“, schwärmt die Kommunalpolitikerin. Allerdings müsse dann über einen Verkauf nachgedacht werden, wenn nicht bald etwas geschieht. „Bevor das Gebäude weiter verfällt, müssen wir es verkaufen“, so Bretschneider weiter.

 

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