Orientierungslos : Stegen-Sperrung verwirrt Passanten

Wo geht’s weiter? Einige Passanten, die sich nicht auskennen, holen sich Rat bei Andreas Rönnau, Inhaber von „Optik Rönnau“ im Stegen 4, wenn sie am Baustellenschild vor dem LZ-Gebäude nicht weiter wissen.  Fotos: Riebensahm/J H Frank
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Wo geht’s weiter? Einige Passanten, die sich nicht auskennen, holen sich Rat bei Andreas Rönnau, Inhaber von „Optik Rönnau“ im Stegen 4, wenn sie am Baustellenschild vor dem LZ-Gebäude nicht weiter wissen. Fotos: Riebensahm/J H Frank

Wichtige Verbindung für sechs Wochen unterbrochen – und die Stadt vergisst, Umleitungen für Fußgänger auszuschildern.

shz.de von
04. Juli 2018, 08:00 Uhr

Rendsburg | Ratlose Gesichter und suchende Blicke nach links und rechts: Für Fußgänger und Radfahrer ist seit Montag im Stegen kein Durchgang mehr zum Altstädter Markt und umgekehrt möglich. Grund ist der Teilabriss des ehemaligen Hertie-Gebäudes. Für Touristen und Einheimische fehlt aber eine Umleitung – sowohl vom Stegen als auch von der Hohen Straße aus. Das sorgt für Verwirrung.

Bei Maike Klein und ihrer Mutter Sigrid zum Beispiel. Gestern Nachmittag ist für beide vor dem Zaun auf Höhe von „Foto-Wagner“ Schluss. „Das finden wir richtig doof“, so Maike Klein. Obwohl sie aus der Stadt kommt, ist ihr die Ausweichroute über den Stegengraben nicht geläufig.

Den etwa 200 Meter langen Umweg nutzen die meisten Menschen, um zum Altstädter Markt zu gelangen. Einige erkundigen sich vorher in den anliegenden Geschäften – etwa bei „Optik Rönnau“. Inhaber Andreas Rönnau merkt an: „Ich bin verwundert, dass kein Umleitungsschild vorhanden ist.“ Er fordert die Stadtverwaltung zum Handeln auf. „Die Fußgänger müssen sich schließlich zurecht finden.“

Rönnau ist mit seiner Kritik nicht allein: Wer den Stegengraben durchquert hat, passiert an der Ecke Schleifmühlenstraße das Büro von RD-Marketing. Mitarbeiterin Anja Ilgenstein berichtet ebenfalls über vermehrte Nachfragen von Ortsunkundigen: „Wie geht es zur Sparkasse?“, „Wie komme ich zum Bahnhof?“ Obwohl sie sich über den Hochbetrieb in der Schleifmühlenstraße auch freut, kritisiert sie die Stadtverwaltung und nennt die Situation „eine Katastrophe“. Kurzerhand verfasste Ilgenstein gestern eine E-Mail an die Verwaltung: „Bitte macht es allen etwas leichter, durch die Stadt zu finden.“ Es bestehe auch deshalb dringender Handlungsbedarf, weil noch mehr Radfahrer als sonst gegenläufig die Schleifmühlenstraße (Einbahnstraße) nutzten und sich dadurch gefährdeten. Auf Anfrage teilte das Ordnungsamt mit, dass man über die Sperrung informiert und „Maßnahmen zur verkehrlichen Lenkung“ angeordnet habe. Heute werde man mit der Bauleitung dennoch versuchen, die Beschilderung zu optimieren.

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