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Landeszeitung

26. September 2017 | 02:25 Uhr

Stefan Lohr fiebert mit Gladbach

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fußball-Begeisterung bei der Arbeit: Der Chef des Bürgerbüros ist im Herzen ein Borusse

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2014 | 15:53 Uhr

An sein erstes Live-Spiel als Fan von Borussia Mönchengladbach erinnert sich Stefan Lohr (54) ganz genau, obwohl es fast 37 Jahre her ist. Am 20. April 1977 spielte die Fohlen-Elf im Halbfinale des Europapokals der Landesmeister gegen Dynamo Kiew. „Da war ich 17 und bin mit drei Freunden in einem VW Käfer nach Düsseldorf gefahren. 70 000 Zuschauer, 2:0 für Gladbach – und wir waren dabei“, sagt der Chef des Bürger- und Sozialbüros im Rathaus.

Die Leidenschaft des Fachdienstleiters für den Fußball-Bundesligisten dauert bis heute an und ist an seinem Arbeitsplatz nicht zu übersehen. An der Wand hinter dem Schreibtisch hängen ein Luftbild vom inzwischen abgerissenen Bökelberg-Stadion, ein Mannschaftsfoto aus der Saison 1995/96 (unter anderem mit Stefan Effenberg), ein Wimpel vom Pokalfinale 1995 gegen Wolfsburg und ein Foto aus dem Borussia-Park. Die schönsten Bilder jedoch speichert Lohr im Kopf. Mehr als hundert Spiele der Mönchengladbacher hat er im Stadion und nicht am Bildschirm oder Radio erlebt. Als besonders dramatisch hat sich ihm das Pokal-Halbfinale gegen Leverkusen 1992 eingeprägt, bei dem Torwart Uwe Kamps der Borussia mit vier Paraden im Elfmeterschießen den Finaleinzug sicherte. „Da brauchte ich eine ganze Weile, um mich von der Aufregung zu erholen.“

Aus der Fernbeziehung zu Gladbach sind eine langjährige Freundschaft und viele Bekanntschaften zu anderen Anhängern der Borussia entstanden. Drei Bundesligaspiele hat der Rendsburger in dieser Saison live gesehen. „Den vierten Platz und damit die Qualifikation für die Champions League könnten wir noch schaffen. Im Moment bin ich aber eher skeptisch. Es fehlt die Ballsicherheit aus der Hinrunde.“ Reaktionen von Bürgern auf die Gladbach-Poster in der Amtsstube bleiben nicht aus. Sie fallen durchweg positiv aus, wie Lohr versichert. „Man tauscht sich oft erst über Fußball und dann über Sachverhalte aus“, sagt er. „Viele Gespräche verlaufen dadurch entspannter.“

Klarer Fall, dass Lohr auch auf der Straße bekennender Gladbacher ist: Sein Autokennzeichen beginnt mit „RD-MG“.


Serie zum Saisonfinale: Die LZ-Redaktion sucht Anhänger von Fußball-Bundesligisten, die ihre Liebe zum Verein am Arbeitsplatz zeigen – sei es in der Amtsstube oder anderswo. Tipps und Vorschläge per Mail an redaktion.rendsburg @shz.de oder Tel. 04331/464-1411.

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