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Obereiderhafen : Stefan Blau – der Hoffnungsträger

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Projektentwickler aus Bayern stellt seine Ideen für den Obereiderhafen im Rendsburger Bauausschuss vor – und erntet Lob von allen Seiten.

Stefan Blau brachte kein fertiges Konzept mit, dafür aber klare Aussagen: „Wir werden da keine Wohnungen bauen, die gehören da nicht hin“, sagte der Chef der Systema Unternehmensgruppe im Bauausschuss am Dienstagabend. „Das Projekt wird ein Projekt von Rendsburg für Rendsburg sein. Wir würden entwickeln, bauen, verwalten, aber nicht an einen Investor verkaufen“, erklärte der 58-jährige Unternehmer aus der Nähe von München. Eine Realisierungschance sehe er nur in Zusammenarbeit mit der Politik, den Unternehmen und Verbänden vor Ort. Gemeint war das Hafenquartier Obereiderhafen. Die 12,4 Hektar große Fläche liegt mehr als acht Jahre nach ihrer Fertigstellung für 18 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln und nach zwei vergeblichen Anläufen, sie an Investoren zu verkaufen, noch immer brach. Für seinen Vortrag im Bauausschuss erntete Blau Lob von allen Seiten. „Vielen Dank, dass Sie uns nicht mit bunten Bildern beeindruckt haben. Allerdings glaube ich, dass Sie die bunten Bilder schon im Kopf haben“, sagte Anja Ilgenstein (CDU). Ihr Parteifreund Gunnar Knabe war ebenfalls angetan: „Seit langer Zeit mal wieder ein Vortrag, in dem uns nicht gleich blühende Wiesen versprochen werden.“ Ausschuss-Vorsitzender Marc-Olaf Begemann (SPD) bedankte sich bei Blau für die „ehrlichen Worte“. Man werde in den Fraktionen über die Vorschläge beraten und ihm möglichst bis Anfang November Klarheit geben, dann tagt der Bauausschuss wieder. Mehrfach machte Blau deutlich, dass er auf die Unterstützung der Politik vor Ort angewiesen sei. Jeder habe Ideen und könne sie hier einbringen. „Sie kennen sich hier aus und wissen, was Sie wollen.“ Eine bedeutende Rolle spiele der Bahndamm, von dem der meiste Lärm ausgeht. „Die Integration der Bahnlinie wird über den Erfolg des Objektes mitentscheiden“, so Blau. Denkbar sei der Bau einer Schallschutzwand mit Grünstreifen und Solaranlagen, um die Nachteile zu minimieren. Das Investitionsvolumen schätzte Blau auf Nachfrage aus dem Ausschuss auf 17 bis 22 Millionen Euro. Das sei aber nur ein „nicht abgesichertes Gefühl“. Er selbst wolle nicht nur als Entwickler agieren, sondern ebenfalls in das Projekt investieren. Der Bau eines Hotels und von Büros sei aus seiner Sicht zwingend, über den Rest habe er bisher nur eine vage Vorstellung, „erste Gedankenmodule“. Neben der Lokalpolitik wolle er auch die Wirtschaftsverbände mit ins Boot holen. Denkbar sei zum Beispiel ein kleines Gründerzentrum für Start-ups, gefördert unter anderem aus der Unternehmerschaft. Das Hotel müsse schon wegen seiner Größe am nördlichen Ende des Hafenquartiers liegen. Den Sommer des kommenden Jahres nannte Blau als möglichen Baubeginn. Bis Ende 2018 könne das Projekt beendet sein. Er wolle die Fläche an der Obereider nicht kaufen, um sie jahrelang ungenutzt liegen zu lassen, betonte er.

 

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erstellt am 15.Okt.2015 | 06:00 Uhr

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