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Kanaltunnel Rendsburg : Stau-Ärger: Laster bleibt 90 Minuten im Tunnel liegen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Mehr als eineinhalb Stunden stand der Verkehr im Kanaltunnel still – nur kurzzeitig gab es stockendes Vorankommen. Der Abschleppdienst wurde erst 90 Minuten nach dem Unfall benachrichtigt, weil der Unternehmer zuvor die Preise erfragen wollte.

Mehr als eineinhalb Stunden stand gestern Vormittag der Verkehr im Kanaltunnel still – nur kurzzeitig gab es stockendes Vorankommen. Gegen 9.50 Uhr war ein Autotransporter, der in Richtung Norden fuhr, wegen eines Getriebeschadens liegen geblieben. Die Polizei führte den Verkehr zunächst wechselseitig an dem Lkw vorbei, leitete später in Richtung Norden um. Ab 11.30 Uhr konnten die Autos wieder ungehindert weiterfahren.

Warum dauerte es eineinhalb Stunden, den Transporter abzuschleppen? „Ich hatte bereits eine Dreiviertelstunde vorher im Radio davon gehört, als wir angefordert wurden“, sagte Stephanie Schmidt, Geschäftsführerin des Abschlepp- und Bergungsdienstes Nord mit einer Außenstelle in Büdelsdorf. Bis ihre Mitarbeiter vor Ort waren, seien weitere 20 Minuten vergangen, erklärte sie. Nach Absprachen mit den Polizisten habe das eigentliche Abschleppen dann 15 Minuten gedauert. Dafür mussten die Beamten den Tunnel kurz komplett sperren, damit der Abschleppwagen rückwärts an den Lkw heranfahren konnte, um ihn an einer Schleppstange aus dem Tunnel und runter von der B 77 zu ziehen. „Für uns geht es darum, das Fahrzeug schnell aus der Problemzone zu bekommen“, erklärte Schmidt.

Dass dies insgesamt eineinhalb Stunden dauerte, fand Polizeisprecher Rainer Wetzel nicht verwunderlich. „Diese Dauer ist für uns nichts Ungewöhnliches“, sagte er auf Anfrage. „Wenn der Verursacher ansprechbar ist, bestimmt der auch, was mit seinem Fahrzeug geschieht.“ Vielleicht habe die betroffene Firma also zunächst einen Preisvergleich angestellt. „Da geht es auch ums Geld“, kommentierte Wetzel. Er und seine Kollegen hätten dem Verursacher erst Druck gemacht, „wenn es zig Stunden gedauert hätte.“

Unterdessen bildete sich eine kilometerlange Autoschlange – auch vor dem Fähranleger in Breiholz. Dort wollten rund 100 Autos auf die andere Kanalseite gebracht werden.

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erstellt am 08.Mai.2014 | 06:00 Uhr

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