Flüchtlinge : Start der Erstaufnahme verzögert sich

Begutachten die Möbel in der Turnhalle auf dem ehemaligen Kasernen-Gelände: Michael Heinrich (Polizeidirektion Neumünster), Rüdiger Smal (BAO Flüchlinge Schleswig-Holstein), Innenminister Stefan Studt, Ove von Dohlen (Leiter der neuen Erstaufnahmeeinrichtung, von links).
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Begutachten die Möbel in der Turnhalle auf dem ehemaligen Kasernen-Gelände: Michael Heinrich (Polizeidirektion Neumünster), Rüdiger Smal (BAO Flüchlinge Schleswig-Holstein), Innenminister Stefan Studt, Ove von Dohlen (Leiter der neuen Erstaufnahmeeinrichtung, von links).

Innenminister Stefan Studt besichtigte neue Flüchtlingsunterkunft in der früheren Feldwebel-Schmid-Kaserne. Die Erstaufnahmeeinrichtung soll erst im Februar bezugsfertig sein.

shz.de von
24. Dezember 2015, 06:00 Uhr

Innenminister Stefan Studt hat gestern die künftige Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Gelände der ehemaligen Feldwebel-Schmid-Kaserne besucht, um sich über den Fortschritt der Arbeiten zu informieren. Auf dem umzäunten Gelände sollen bis zu 2000 Flüchtlinge unterkommen, ein Teil davon dauerhaft in einem eigenen Wohnbereich. Der Betriebsstart hat sich unterdessen weiter verzögert. Noch vor wenigen Tagen war vom 15. Januar die Rede, gestern sprach Studt von einem Termin „im Verlauf des Februar“.

Mindestens 300 Wohncontainer sowie weitere 200 für sanitäre, medizinische und andere Zwecke werden dafür im Verlauf der nächsten Monate auf einem ehemaligen Hubschrauberlandeplatz aufgestellt. In einer Turnhalle wird der Küchen- und Essbereich eingerichtet. Nach derzeitigem Stand sollen zum Auftakt 600 Neuankömmlinge eintreffen.

Die Turnhalle ist bereits gefüllt mit mehr als 1000 Betten, Matratzen, Stühlen, Schränken und Tischen. Im ehemaligen Internatsgebäude werden die Wohnungen für die bleibenden Neu-Rendsburger hergerichtet. Das Gebäude wurde Mitte der neunziger Jahre erbaut und ist in einem guten Zustand. Die Heizungs- und Entwässerungsanlage wird zurzeit überprüft. Die Wohnungen müssen lediglich noch gereinigt und möbliert werden.

Im alten Sanitätsgebäude kommt der medizinische Bereich unter, das ehemalige Stabsgebäude ist für Schule und Verwaltung vorgesehen. „Wir möchten bei den Angeboten der neuen Einrichtungen im ganzen Land einen höheren Standard verfolgen“, so Studt So soll es etwa Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie Schulen geben.

Mit seinem Besuch in Rendsburg schließt der Minister seine dreitägigen Rundreise durch 15 Erstaufnahmeeinrichtungen ab. Für die Zukunft sei geplant, die Verwaltungsstrukturen für Flüchtlinge auf wenige Standorte zu konzentrieren. „Rendsburg könnte einer davon werden.“ Die Beratungen liefen zur Zeit. Die derzeitige Unterbringungssituation im Land bezeichnete Studt als entspannt.

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