Made in Nortorf : Stars stehen auf Nortorfer Anzüge

Vom Atelier und Showroom in Nortorf aus betreuen Geschäftsführer Gregor Neusius und Designer Dirk Grenke (rechts) ihre Kunden.staudt (2)
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Vom Atelier und Showroom in Nortorf aus betreuen Geschäftsführer Gregor Neusius und Designer Dirk Grenke (rechts) ihre Kunden.staudt (2)

Dirk Grenke schneidert in seinem Atelier nach Maß. Zu den Kunden zählen Prominente wie Sänger Ross Antony und Rennfahrer Mika Häkkinen.

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29. Juli 2015, 17:00 Uhr

Maßband und Kreide – das sind die wichtigsten Werkzeuge für Modedesigner Dirk Grenke. Das kreative und handwerkliche Gen ist dem Kieler bereits in die Wiege gelegt worden. Auch seine Tante war Schneiderin. Das Hobby wurden dann Beruf und Leidenschaft zugleich – seit 2004 ist Grenke mit seiner Firma Gladius selbstständig. Seit zweieinhalb Jahren sitzt die Firma in Nortorf und kleidet von dort aus Menschen aus der ganzen Welt ein. Unter den Kunden sind auch Stars wie Ross Antony und Werner Schulze-Erdel.

„Ich hatte den Eindruck, dass der Oberbekleidungsbereich unterbesetzt war“, berichtet Grenke über die Entstehung seines beruflichen Werdegangs. „Ich wollte zudem den Herren etwas Gutes tun, alles aus ihnen herausholen und ihnen unter die Arme greifen.“ Nicht nur mit seiner maßgeschneiderten Kleidung, sondern auch mit individueller Typ- und Stilberatung. Der Schritt, seinen Firmensitz von Kiel nach Nortorf zu verlegen, habe logistische Gründe. „Ich brauche keine 1a-Lage in der Holtenauer Straße – Nortorf ist der geografische Mittelpunkt Schleswig-Holsteins. Von hier kommt man schnell überall hin“, lobt der Diplomdesigner die Vorzüge der Stadt. Seit vergangenem Jahr ist auch Gregor Neusius als Geschäftsführer mit an Bord. „Ich war schon länger sehr zufriedener Kunde bei Dirk, und zwischen uns hat sich eine Freundschaft entwickelt“, erklärt Neusius, „irgendwann dachte ich, aus dieser One-Man-Show muss man doch mehr machen – mittlerweile befinden wir uns auf einem aufstrebendem Ast.“ Während Neusius Kontakte knüpft und Presse- und Internetarbeiten pflegt, ist Grenke die kreative, treibende Kraft. „Manchmal kommt er mit einem Hemd um die Ecke, welches ich niemals freiwillig auswählen würde. Dann probiere ich es an und es ist perfekt“, schwärmt Neusius von den Künsten seines Geschäftspartners. „Und wenn ich einen zufriedenen Kunde sehe, bin ich glücklich“, sagt Dirk Grenke.

Unter den Kunden finden sich auch einige Promis wieder. Moderator Werner Schulze-Erdel ist mittlerweile ein Freund der Familie. Ebenso Sänger Ross Antony. „Bei einem Golf-Charity-Turnier ist er in eine meiner Puppen gelaufen“, berichtet Grenke vom ersten Kennenlernen. „Daraus ist nicht nur eine geschäftliche Beziehung entstanden, sondern es hat sich auch eine Freundschaft entwickelt.“ Auch Formel-1-Profi Mika Häkkinen hat Gladius-Anzüge in seinem Schrank hängen, ebenso Musiker Jean-Jaques Kravetz vom Panik-Orchester.

Doch nicht nur maßgeschneiderte Anzüge oder Damenbekleidung sind bei Gladius zu finden. Neben Brautmode wird auch Corporate Fashion groß geschrieben. „Mitarbeiter sind die Visitenkarte eines Unternehmens“, betont Dirk Grenke. „Ein Mitarbeiter strahlt in einem perfekt sitzenden Anzug mehr Selbstbewusstsein aus und präsentiert seine Firma ganz anders.“ Von modischen Trends hält der Designer nicht viel. „Mode ist das, was dem Kunden dazu verhilft, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Die Modeindustrie sagt, kurze Sakkos sind momentan in, aber nicht jedem steht so etwas.“ Mode sei dann gut, „wenn man ein Bild von sich von vor 20 Jahren in der Hand hält und man auch heute noch sagt, das sieht aber gut aus.“ In ein paar Tagen steht die Hochzeit von Dirk Grenke und Lebensgefährtin Mareike in Langwedel an. Klar, dass der Modedesigner im selbstgeschneiderten Anzug vor den Altar treten wird. Doch nicht nur das, auch am Brautkleid legte Grenke Hand an. Und das, obwohl es nach Tradition ja eigentlich Unglück bringt, die Braut vor dem Termin im Hochzeitskleid zu sehen. „Wir haben sehr lange darüber geredet, ob wir das so machen sollen oder nicht“, berichtet der zukünftige Bräutigam. „Meine Freundin war dann zunächst mit ihrer Schwester unterwegs, kam allerdings totunglücklich wieder. Jetzt haben wir beide unser maßgeschneidertes Outfit nach unseren ganz eigenen Wünschen.“ Ob auch Ross Antony an dem großen Tag dabei sein wird, steht noch in den Sternen. „Er hat eigentlich einen Termin in Dänemark. Ich habe aber mitbekommen, dass dieser abgesagt ist“, berichtet Grenke. „Ich hätte nachfragen können, ob er kommt, aber ich lasse mich lieber überraschen.“

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