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Jevenstedt : Starkes Nord-Süd-Gefälle bei Breitband-Nachfrage

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In Breiholz, Hamdorf und Prinzenmoor wollen 70 Prozent schnelles Internet, ab Westerrönfeld sinkt das Interesse.

Der Zweckverband für die Breitbandversorgung im mittleren Schleswig-Holstein (ZBmSH) hat auf seiner Verbandsversammlung in Jevenstedt jetzt beschlossen, die Vermarktung zu verlängern. Damit bekommen Osterrönfeld, Schülldorf und Westerrönfeld die „vorerst letzte Chance“ auf einen Anschluss an das Glasfasernetz. Im dritten Bauabschnitt, bestehend aus den Gemeinden Breiholz, Hamdorf, Osterrönfeld, Prinzenmoor, Schülldorf und Westerrönfeld, wurde die erforderliche Gesamtquote von 60 Prozent zum Stichtag 30. November 2015 nicht erreicht. Es habe sich jedoch ein erheblicher Unterschied zwischen den südlichen Gemeinden Breiholz, Hamdorf und Prinzenmoor, die im Durchschnitt fast 70 Prozent erreicht haben, und den nördlichen Gemeinden Osterrönfeld, Schülldorf und Westerrönfeld gezeigt, die nur knapp 30 Prozent erzielten.

Die Verbandsversammlung beschloss, dass die Gemeinden Breiholz, Hamdorf und Prinzenmoor ausgebaut werden, da hier eine exzellente Quote erreicht wurde und ein Ausbau wirtschaftlich ist.

„Osterrönfeld, Schülldorf und Westerrönfeld erhalten noch eine letzte Chance, die erforderliche Vertragsquote zu erzielen. Die Vermarktung wird daher bis zum 24. März verlängert. Bis dahin bleibt auch der Hausanschluss kostenlos“, erklärte Bernd Sienknecht, Fachbereichsleiter beim Amt Jevenstedt. Seiner Meinung nach sind viele Einwohner durch die Angebote von Mitbewerbern verunsichert. Der Zweckverband müsse deutlich machen, dass nur er über seinen Anbieter „Nordischnet“ Glasfaserkabel bis ins Haus verlege.

Der Verbandsvorsteher Hans Hinrich Neve sagte: „Wir haben festgestellt, dass in den größeren und besser versorgten Gemeinden ein großer Informations- und Beratungsbedarf besteht, insbesondere über den Bandbreitenbedarf und die Unterschiede zwischen einem Glasfasernetz bis ans Haus und den herkömmlichen Kupferkabel- und Koaxialnetzen. Diese Situation wollen wir verbessern.“

In den kommenden Wochen sind weitere Beratungstermine geplant. Nach Osterrönfeld kommen die Experten vom 1. Februar bis 23. März und stehejeweils montags und mittwochs von 17 bis 19 Uhr im Bürgerzentrum „Alter Bahnhof“ zur Verfügung. In Schülldorf sind sie vom 5. Februar bis 18. März jeweils freitags von 17 bis19 Uhr im Haus der Jugend vertreten. Zudem finden vom 2. Februar bis 24. März jeweils dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 16 bis 8 Uhr Beratungstermine im Amtsgebäude von Westerrönfeld statt.

Für die Gemeinden Bargstall, Elsdorf-Westermühlen, Christiansholm, Friedrichsholm, Friedrichsgraben, Hohn, Königshügel, Lohe-Föhrden und Sophienhamm wurde die Bauplanung für den zweiten Bauabschnitt verabschiedet. Ab April rollen dort die Bagger. In den fünf Gemeinden des ersten Bauabschnitts werden mehr Hausanschlüsse gebaut als ursprünglich geplant. Das betrifft die Gemeinden Hörsten, Jevenstedt, Luhnstedt, Nübbel und Schülp. Dass die Zahl der Anschlüsse gestiegen ist, liege daran, dass sich noch mehr als 200 Bürger nachträglich für einen Vertrag mit „Nordischnet“ entschieden haben, erklärte Bernd Sienknecht. Alles laufe nach Plan. Im Februar soll das zentrale Technikgebäude in Jevenstedt in Betrieb genommen werden. Dann kann die Testphase für das schnelle Internet beginnen.

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