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Landeszeitung

22. August 2017 | 21:08 Uhr

Starke regionale Initiativen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Förderverein Landschaft Stapelholm feierte sein 25. Jubiläum. Der Rückblick zeugte von starken regionalen Initiativen. Im festlichen Rahmen wurde der Baukulturpreis verliehen.

In der Kultur- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge in Friedrichstadt feierte der Förderverein Landschaft Stapelholm mit vielen Gästen sein 25-jähriges Bestehen. Der Vorsitzende Arno Vorpahl hob in seinem Rückblick die Initiativen zur Erhaltung des Medau-Hauses in Bergenhusen, des Hauses Stamp in Seeth und des Jöns-Hauses in Norderstapel hervor. Die Herausgabe der „Bauernglocke“ seit 1992, die erfolgreiche Beteiligung am Wettbewerb „Region der Zukunft“, die Eröffnung der Webstube und die Ausstellungen des Stapelholmer Landschaftsmuseum in Bargen und Süderstapel nannte er als weitere Schwerpunkte der Arbeit.

Der stellvertretende Vorsitzende Deert Honnens verwies auf die Aktivitäten in der Baupflege und Regionalentwicklung und erwähnte als Beispiele das Leuchtturmprojekt „Erhalt der Baukultur in den Landschaften Eiderstedt und Stapelholm“, die Zukunftswerkstatt mit dem daraus hervorgegangenen Stapelholmer Manifest und die Arbeit am Konzept für erneuerbare Energie, das von allen zehn Stapelholmer Gemeinden getragen wird.

Die Verleihung des Baukulturpreises 2013 an das Ehepaar Gerhard und Christa Tams für die Erhaltung und Sanierung der alten Schmiede in Seeth beschloss die Jubiläumsveranstaltung. Arno Vorpahl unterstrich in seiner Laudatio die Bedeutung der Kniestockhäuser, die bei der Betrachtung der reichen Hauslandschaft in Stapelholm oft vernachlässigt würden. Als Kniestock oder Drempel wird die über die Decke hinaus gemauerte Außenwand bezeichnet, die für eine Vergrößerung des Dachraums sorgt. Dr. Gerhard Tams überreichte dem Förderverein eine wertvolle Holzlade der Tielener Schiffergilde von 1803 als Geschenk. Diese großzügige Spende wurde mit langem Applaus bedacht.

Das Programm hatte begonnen mit einem Vortrag von Babette Tewes vom Volkskundemuseum Schleswig zur Fotoausstellung „Was vom Lande übrig blieb“. Sie schilderte anschaulich das außergewöhnliche Leben und Wirken des Volkskundlers Arnold Lühning (1923 – 2002), der als Kustos am Schloss Gottorf von 1957 bis 1988 kreuz und quer durch Schleswig-Holstein fuhr. Er dokumentierte in 45 000 Fotos Architektur, Alltag und Arbeitsleben in der Zeit vor der Mechanisierung der Landwirtschaft.

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erstellt am 19.Sep.2013 | 00:00 Uhr

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