zur Navigation springen

Emkendorf : Stallbrand griff auf Wohnhaus über

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Menschen und Tiere blieben unverletzt. Großeinsatz mit 63 Feuerwehrleuten.

shz.de von
erstellt am 11.Okt.2017 | 10:01 Uhr

Bis nach Nortorf war die Rauchsäule zu sehen. In Emkendorf ist gestern Nachmittag ein Feuer ausgebrochen. Von einem Stallgebäude mit zwei Wohnungen sind nur noch Trümmer übrig. Zudem wurde ein benachbartes Wohngebäude zerstört. Der Dachstuhl war in Brand geraten und eingestürzt. Obwohl die Feuerwehr schnell vor Ort war, konnten die Retter die Gebäude nicht mehr retten. Menschen wurden nicht verletzt.

Auch die Tiere hatten Glück. „Die Tiere konnten rechtzeitig aus dem Stall gerettet werden“, sagte der Leiter der Polizeistation Nortorf, Torsten Ramm. Anwohner hätten fünf Minuten vor der Alarmierung ihre Wohnung verlassen. Als die Einsatzkräfte zehn Minuten später eintrafen, stand schon alles komplett in Flammen. Eine Anwohnerin sagte, dass sie durch das Knallen der Eternitplatten auf das Feuer aufmerksam wurde.

Mit massivem Wassereinsatz waren die Feuerwehren des Umlands dabei, ein Ausbreitung zu verhindern. „Insgesamt hatten wir neun C-Rohre und einen Monitor von der Drehleiter im Einsatz“, sagte Einsatzleiter Thomas Schröder. Der Wind habe zwei Auswirkungen auf den Brand gehabt: Zum einen stand der Wind so, dass die Tiere gerettet werden konnten, zum anderen habe das aber dazu geführt, dass die Flammen auf das benachbarte Einfamilienhaus übergreifen konnten. Ein weiteres Problem gab es bei der Löschwasserversorgung. Da es in Kleinvollstedt kein Hydrantennetz gibt, sondern das Wasser aus Bohrbrunnen kommt, dauerte der Aufbau der Löschwasserversorgung etwas länger als üblich, konnte dann aber durch die Vielzahl der Kräfte gut bewerkstelligt werden.

Während die Retter mit den Löscharbeiten beschäftigt waren, kümmerten sich Anwohner um die Bewohner der beiden Wohnungen in den Stallgebäude. Auch hier unterstützte die Gemeinde. „Wir wissen, dass zwei von den Bewohnern schon privat anderweitig untergekommen sind“, berichtete Bürgermeister Jochen Runge. Auch eine Gemeindewohnung in Bokelholm stehe zur Verfügung. „Da sind momentan keine Möbel drin, aber sobald wir wissen, dass wir sie brauchen, statten wir sie mit dem Nötigsten aus.“ Noch am Abend wolle er klären, wo Not am Mann ist, meinte Runge.

Schon während die Feuerwehr mit dem Löschen beschäftigt war, nahm die Kriminalpolizei Rendsburg die Ermittlungen auf.

Gegen 16.30 Uhr meldete die Feuerwehr, dass die Nachlöscharbeiten begonnen haben. Die ersten Einsatzkräfte wurden entsprechend zu ihren Wachen zurückgeschickt. Insgesamt waren die Wehren aus Emkendorf, Groß Vollstedt, Eisendorf, Warder, Nortorf und Bokel mit 63 Einsatzkräften vor Ort.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen