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Städtische Museen: Finanzausschuss einstimmig gegen Stellenkürzungen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Museen im Kulturzentrum bleiben von einem Personalexodus verschont. Der Finanzausschuss hat dem vom Rathaus geplanten Stellenabbau eine Absage erteilt. Die Entscheidung wurde einstimmig getroffen. Die Verwaltung hatte vier der sechs Stellen mit einem sogenannten kw-Vermerk versehen und dies mit der Kritik der Landesrechnungshofes am hohen Personalbestand der Stadtverwaltung begründet. Die Abkürzung „kw“ steht für „künftig wegfallend“.

In der Sitzung des Finanzausschusses wurde deutlich, dass die Verwaltung die Stellen ohne Berücksichtigung etwaiger Konsequenzen auf die Streichliste gesetzt hatte. Von den Kürzungen wären die Stellen des Kassenpersonals und des Volontärs betroffen gewesen. Das wurde von der Politik kritisiert. Peter Krasemann (CDU) bezeichnete das Vorgehen der Verwaltung als „ungeschickt“. Fritjof Wilken (Modernes Rendsburg) machte deutlich, dass man über Personaleinsparungen zwar nachdenken könne. Aber dann müsse es dafür ein Konzept geben, das auch die anderen im Arsenal residierenden Einrichtungen miteinbezieht. Auch René Sartorius (SPD) setzte sich für die Beschäftigten der Museen ein.

Bürgermeister Pierre Gilgenast versuchte, die Politiker zu beruhigen. Ein kw-Vermerk führe nicht zwingend dazu, dass eine Stelle gestrichen werde. Dies bekräftigte Kämmerer Herwig Schröder: Wenn eine im Personalplan derartig gekennzeichnete Stelle frei werden sollte, hätten die Gremien bei der Wiederbesetzung das letzte Wort. Finanzausschuss-Vorsitzender Klaus Brunkert (CDU) setzte den Schlusspunkt in der Debatte. Er stellte fest, dass der Haushalt der Stadt durch die kw-Vermerke nicht gerettet werde. Alle betreffenden Stellen gelten als niedrig dotiert. Für den Volontär sind Personalkosten von 18000 Euro im Jahr veranschlagt.

Auch in der Einwohnerfragestunde hatten die geplanten Stellenkürzungen bereits eine Rolle gespielt. Harald Jockenhövel vom Kulturnetz bezeichnete die Museen als einen wichtigen und bedeutsamen Bestandteil der Rendsburger Kulturszene. Sollten Stellen wegfallen, sei ein Qualitätsabbau zu befürchten.

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erstellt am 07.Dez.2016 | 11:08 Uhr

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