Neuer Beirat : Stadtmarketing ohne Sport und Kultur

Eon Hanse-Cup: Viele jenseits der Landesgrenzen, die Rendsburg hören, denken zuerst an den Ruder-Marathon.
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Ein neunköpfiger Beirat konstituiert sich im Verborgenen – ohne eine Stimme zweier wichtiger Bereiche, die das Bild von Rendsburg prägen.

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16. November 2013, 06:00 Uhr

Dem erweiterten und völlig neu organisierten Stadtmarketing steht seit dieser Woche ein Beirat zur Seite. Wie die Stadt gestern mitteilte, fand die konstituierende Sitzung bereits am Dienstag statt – unter Ausschluss der Öffentlichkeit, da sie weder auf der städtischen Homepage noch gegenüber der Presse angekündigt worden war.

Bei der Konferenz in den Räumen des Tourismus- und Stadtmarketings am Schiffbrückenplatz waren folgende Mitglieder anwesend: Der Beiratsvorsitzende, Bürgermeister Pierre Gilgenast, Rainer Bock (IHK), Elke Lebang (Kreishandwerkerschaft), Pascal Ledune (Wirtschaftsförderungsgesellschaft), Marco Neumann (Aktivregion), Olaf Paulisch (RD-Marketing) und Peter Raub (Dehoga). Michael Thomas Fröhlich vom UV Mittelholstein und Rolf Teucher von Tourismus Mittelholstein fehlten, gehören aber zum Beirat, der mindestens zweimal im Jahr tagen soll. Nicht vertreten sind die Bereiche Kultur und Sport, wie Susanne Mau vom Stadtmarketing auf Nachfrage der Landeszeitung bestätigte. Auch der Behindertenbeauftragte der Stadt Rendsburg ist nicht mit von der Partie. Er werde zu Rate gezogen, wenn es die Sache erfordere, so Mau. Bei der Zusammenstellung des Beirates habe man bewusst auf einen Vertreter aus dem kulturellen Leben verzichtet. „Wir haben die Konkurrenz zwischen unterschiedlichen kulturellen Einrichtungen befürchtet“, sagte Mau.

Laut der Mitteilung aus dem Rathaus diskutierten die Mitglieder „angeregt über die Geschäftsordnung, die Umsetzung des Starterpaketes und die geplanten Maßnahmen für 2014“. In einer „entspannten, kreativen Atmosphäre“ seien erste Ideen gesammelt und Erfahrungen ausgetauscht worden. Um welche Ideen und Vorhaben es sich handelt und was es mit dem „Starterpaket“ auf sich hat, blieb in der Mitteilung offen. „Ich freue mich über die konstruktiven Gespräche. Wir sollten den Prozess transparent halten und die Rendsburger mitnehmen, denn Rendsburg ohne Rendsburger geht nicht“, fasste Elke Lebang von der Kreishandwerkerschaft die Beiratssitzung zusammen.

Durch das neue Tourismus- und Stadtmarketing kommen auf Rendsburg in den nächsten drei Jahren Mehrkosten von rund 300 000 Euro zu. Die Zuschüsse für das Marketing in seiner bisherigen Form beliefen sich auf jährlich knapp 100 000 Euro.

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