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Stadtmarketing: Beirat fordert mehr Klarheit und Schwerpunkte

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

shz.de von
erstellt am 30.Jan.2014 | 16:47 Uhr

Das neu formierte Stadtmarketing kann bei seiner Arbeit auf Impulse aus vielen Bereichen des Rendsburger Lebens bauen. Das wurde während der 2. Sitzung des ebenfalls frisch gegründeten Beirats deutlich. Vor allem die Führungskräfte aus der Wirtschaft brachten Ideen mit ins Gremium. Sie reichten vom Vorschlag, die Anlaufstelle für Urlauber an den Altstädter Markt oder gar in den historischen „Landsknecht“ zu verlegen bis zur Bitte, die Homepage der Stadt mehrsprachig zu gestalten.

Deutlich wurde, dass sich die Beteiligten vom Stadtmarketing eine stärkere Schwerpunktsetzung erbitten. Weniger Arbeit in der Breite, stattdessen mehr Mut zur Verknappung und klaren Positionierung im Tourismus und darüber hinaus. Dieser Wunsch drang durch mehrere Beiträge. Gleich zwei Beispiele nannte Michael Thomas Fröhlich, der Geschäftsführer des Unternehmensverbandes (UV) Mittelholstein. Als Anke Samson, die Chefin von RD-Marketing, die „Schlüsselprojekte und Handlungsfelder“ des Vereins darlegte, hüllte Fröhlich seine Kritik diplomatisch dick in Watte. Das Engagement von Anke Samson sei „bewundernswert“, so Fröhlich, „manchmal hilft aber eine Konzentration auf wenige Projekte. Wo ist die eigentliche Vision?“ Das Angebot für Touristen ist Fröhlich ebenfalls noch zu breit gefächert. „Wer sind unsere Zielkunden“, fragte er, nachdem Monika Heise (Tourismus Mittelholstein) insgesamt neun neue Pauschalangebote präsentiert hatte. Mit ihnen will Rendsburg demnächst auf Messen um Gäste werben. Das Angebot richtet sich an neun verschiedene Klientel. Stimmt, eine Festlegung gebe es noch nicht, so Heise, man sei aber auch erst am Anfang.

Pascal Ledune, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, forderte mehr Klarheit bei der Offenlegung der Strukturen im Stadtmarketing. Von außen betrachtet sei die Bürogemeinschaft „ein Dschungel“, so Ledune. Zwar gibt es seit Januar das Stadtmarketing als bindendes Konstrukt. Die darin – neben der Stadt als drittem Partner – verankerten Vereine Tourismus Mittelholstein und RD-Marketing handeln aber weiter in eigener Regie. Jeder hat individuelle Etats und Ziele. „Wo ist die Schnittmenge der Vereine und wo mündet die Arbeit in konkrete Projekte?“, wollte Ledune wissen.

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