Besserung in Sicht : Stadt will Schandfleck beseitigen lassen

Der Unterbau der Tribüne soll demnächst entfernt werden. Anschließend wird eine neue Böschung mit einer flacheren Neigung als bisher gebaut.
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Der Unterbau der Tribüne soll demnächst entfernt werden. Anschließend wird eine neue Böschung mit einer flacheren Neigung als bisher gebaut.

Sitztribüne am Stadtsee: In spätestens zwei Wochen sollen die Arbeiter anrücken.

shz.de von
09. September 2016, 09:48 Uhr

Seit mehr als einem halben Jahr müssen die Rendsburger den Anblick der teilabgerissenen Sitztribüne am Stadtsee ertragen. Der Oberbau aus Holz war morsch und wurde Mitte Januar aus Sicherheitsgründen entfernt. Seitdem wirkt das Ensemble wie eine Ruine. Doch jetzt soll etwas geschehen: Bürgermeister Pierre Gilgenast kündigte an, dass in spätestens zwei Wochen eine Baufirma anrücken wird, um diesen Bereich der Innenstadt wieder aufzuhübschen.

Konkret ist geplant, die alte Sitzanlage vollständig zu entfernen und eine neue Böschung mit einer flachen Neigung zu bauen. Zudem soll eine neue Holzspundwand eingezogen werden. Geht es nach den Wünschen der Stadt, werden die Bauarbeiten spätestens Ende Oktober beendet werden. Die Kosten betragen 66  000 Euro.

27    000 Euro gibt der Kreis Rendsburg-Eckernförde dazu. Zunächst hatten sich die Verantwortlichen im Kreishaus wenig erbaut davon gezeigt, das Projekt zu unterstützen. Denn die Stadt hatte den Fehler gemacht, mit dem Teilabriss zu beginnen, als eine Förderzusage des Kreises noch nicht in Sicht war. Bei öffentlichen Zuschussgebern gilt: Erst wenn der Förderbescheid vorliegt, kann mit dem Bau begonnen werden.

Im Senat wurde die Verwaltung dafür kritisiert, dass die Baustelle über Monate ruhte. Fritjof Wilken (Modernes Rendsburg): „Hier zeigt sich die Ohnmacht von Verwaltung – und die Ohnmacht von Bürgern gegenüber der Verwaltung.“ Senatschef Helge Hinz (Soziales Rendsburg) erinnerte daran, dass die Tribüne einst ein Aushängeschild gewesen sei. Jetzt wirke das alles nur deprimierend. Zudem seien dort Ratten gesichtet worden. Er mutmaßte, dass von der einst stolzen Anlage eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgehe. Dies wies Bürgermeister Gilgenast jedoch zurück.

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