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Archiv: Jan-Hendrik Frank

Zu wenig Wohnraum : Stadt Rendsburg fordert Aufnahmebremse für Flüchtlinge

Familiennachzüge, Geburten und Umzüge aus dem Umland stellen die Verwaltung vor Herausforderungen.


von
09. Februar 2020, 20:13 Uhr

Notruf aus dem Rathaus: Die Zahl der Flüchtlinge in Rendsburg ist so stark gestiegen, dass deren Unterbringung und Betreuung der Verwaltung langsam über den Kopf wachsen. Bürgermeister Pierre Gilgenast fordert den Kreis als kommunalen Träger daher auf, der Stadt künftig weniger Geflüchtete zuzuteilen. Es sei „zumindest zu überlegen, in wie weit die Zuweisung durch den kommunalen Träger vermieden werden kann“, heißt es in einem Papier des Fachdienstes Integration. Der Sozialausschuss soll am Montag, 24. Februar, darüber beraten. Die Sitzung im Alten Rathaus beginnt um 18 Uhr.

Anteil der Flüchtllnge an der Bevölkerung beträgt 9,2 Prozent

Nach dem ersten Ansturm 2015 und 2016 ging die Zahl der Neuankömmlinge in Rendsburg ab 2017 zurück. Seither teilte der Kreis der Stadt jährlich mehr als 50 Asylsuchende zu. Allerdings kämen durch Familiennachzüge, Geburten und Umzüge aus dem Umland „deutlich“ mehr Geflüchtete hinzu. Der Anteil der Menschen aus den Hauptkrisengebieten Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Syrien, Somalia, Pakistan und Jemen an der Rendsburger Bevölkerung stieg von 1,1 Prozent im Jahr 2015 auf aktuell 9,2 Prozent. Aus diesen Ländern lebten am 1. Januar in Rendsburg knapp 2800 Menschen. Das sind etwa 420 Personen mehr als vor einem Jahr. In diesen Zahlen sind die Bewohner der Landesunterkunft an der Schleswiger Chaussee enthalten, die vor einem Jahr leerstand und bis Dezember 2019 fast 520 Menschen aufnahm.

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Stadt muss Menschen unterbringen, um Obdachlosigkeit zu verhindern

Die Stadt hat  36 Wohnungen für Flüchtlingen gemietet. Durch den Nachzug von Großfamilien werde das Angebot an großen bezahlbaren Unterkünften knapp. Die Verwaltung kritisiert: Wenn Geflüchtete eine Familienzusammenführung beantragen, werde nicht geprüft, wie groß ihre Wohnung ist. Die Stadt müsse die Menschen aber unterbringen, um Obdachlosigkeit zu vermeiden. „Der vorhandene Wohnraum reicht nicht aus.“

Verwaltung warnt vor sozialer Schieflage in Rendsburg

Zudem gebe es zu wenig städtisches Personal für die Betreuung der Flüchtlinge. Deren Zahl habe sich seit 2015 verdreifacht, die Anzahl der Mitarbeiter aber nicht. Ein Organisationsgutachten im Auftrag der Stadt von 2018 ließ dieses Problem außer acht. Die Verwaltung warnt: Eine nicht ausreichende Unterstützung gefährde die Integration. Das Risiko einer sozialen Schieflage in Rendsburg steige.

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