Fussball-verbandsliga : Stabilität in der Defensive war die Basis für den Klassenerhalt

Sören Müller hat sich zu einem Leistungsträger beim OTSV entwickelt.
Sören Müller hat sich zu einem Leistungsträger beim OTSV entwickelt.

Der Osterrönfelder TSV hat die Saison in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost auf Platz elf abgeschlossen. „Eigentlich ist es so gelaufen, wie wir es erwartet hatten. Es war wieder keine einfache Saison, aber eine mit vielen positiven Aspekten“, sagt Trainer Olaf Lehmann.

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07. Juni 2014, 06:00 Uhr

Was war es denn nun für eine Saison für den Osterrönfelder TSV? Einerseits haben das Team und Trainer Olaf Lehmann das Ziel erreicht: den Klassenerhalt in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost. Und auch die Vorgabe, es in diesem Jahr früher zu schaffen als in der Vorsaison, wurde erfüllt. Angesichts dieser Fakten herrscht Zufriedenheit am Bahndamm. „Eigentlich ist es so gelaufen, wie wir es erwartet hatten. Es war wieder keine einfache Saison, aber eine mit vielen positiven Aspekten“, sagt Lehmann.

Aber wenn man die Spielzeit des OTSV etwas intensiver verfolgt hat, wird man das Gefühl nicht los, dass doch etwas mehr drin gewesen wäre. Rang elf in der Abschlusstabelle entspricht zwar durchaus dem Leistungsvermögen des Teams, aber ein einstelliger Platz lag vor den letzten Partien absolut im Bereich des Möglichen. Sogar einen Titel hätten die Osterrönfelder feiern können, aber auch im Kreispokal-Halbfinale gegen den Eckernförder SV (2:4 n.V.) hatte es den Anschein, als ob ein Quäntchen fehlt – ein Quäntchen Glück, ein Quäntchen Qualität, ein Quäntchen Cleverness. „Das kann man durchaus so sehen. Dennoch denke ich, dass wir uns in vielen Bereichen weiterentwickelt haben“, findet Lehmann.

Zu Beginn der Saison musste man sich größte Sorgen um das Team machen. In den ersten vier Partien gelang zwar ein glücklicher Heimsieg gegen Kronshagen, bei den Niederlagen gegen Laboe (1:3), Schönkirchen (1:5) und gegen Inter Türkspor Kiel (0:2) präsentierte sich der OTSV in weiten Teilen als nicht ligatauglich. Die Abwesenheit von Bojan Grbavac, Lennart Halver und Tom Jahnke machte sich spürbar bemerkbar, möglicherweise stärker als es auch Olaf Lehmann befürchtet hatte. Ein Klagelied auf das fehlende Personal aber stimmt der Trainer nicht an. Im Gegenteil, redete er seinen Kader stark und sein Vertrauen wurde durchaus belohnt. Mit sieben Punkten gegen die unmittelbare Konkurrenz im Abstiegskampf (Dänischenhagen, Plön, Suchsdorf) verschafften sich die Osterrönfelder vorerst Luft. Einen echten Befreiungsschlag aber verpassten sie. Nach vier Pleiten in Folge steckten sie wieder mitten im Schlamassel. „In eine komfortable Position sind wir nie gekommen“, so Lehmann

Auf Platz zwölf startete der OTSV nach dem Winter in die zweite Saisonhälfte. Und während die Fieberkurve in der Hinrunde dem Pulsschlag eines aufgeregten Erdmännchens glich, lief es in der Folge doch wesentlich ruhiger. Aus dem Tabellenkeller konnten sich die Lehmann-Schützlinge zwar nie befreien, aber die konkrete Angst um den Klassenerhalt speiste sich zu einem Großteil aus der ungewissen Situation in den höheren Spielklassen. „Immerhin sind wir in der Rückrundentabelle Siebter“, stellt Lehmann heraus. Es war in erster Linie die defensive Stabilität, die als Basis für den Klassenerhalt genannt werden muss. Schon die letzten zwei Partien vor der Winterpause hielt sich der OTSV schadlos. Im Jahr 2014 stand die Null dann sechs Mal in Folge, ehe es am 21. April in Gettorf erstmals wieder im Kasten von Torhüter Daniel Jeromin klingelte. „Der Trainer legt sehr viel Wert auf das Abwehrverhalten“, unterstrich zwischenzeitlich Innenverteidiger Felix Mosebach.

Zudem war es der einwandfreie Charakter, den Lehmann herausstellt: „Die Truppe hat sich nie hängen gelassen und immer Gas gegeben.“

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