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Optimismus : Staatssekretär verspricht: „Tunnel bis Ende 2016 fertig“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Enak Ferlemann aus Berlin sprach im Kreishaus. Ersatz für Rader Hochbrücke im Zeitplan.

Der Gast aus Berlin redete nicht um den heißen Brei herum: „Wir schätzen das so ein, dass der Kanaltunnel Ende 2016 fertig sein wird“, sagte Enak Ferlemann gestern im Kreishaus. Und mit Blick auf das zweite große Infrastrukturprojekt der Region gab der Staatssekretär aus dem Bundesverkehrsministerium ebenfalls ein Versprechen ab: Am Ende der Lebenszeit der maroden Rader Hochbrücke werde ein Ersatzbau zur Verfügung stehen. Ferlemann: „Auf uns können Sie sich verlassen.“

Wohl noch nie zuvor war das öffentliche Interesse an einer Sitzung des Regionalentwicklungsausschusses so groß. 120 Bürger, darunter zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltungen, wollten im Kreistagssaal aus erster Hand erfahren, wie es um die Zukunft der Infrastruktur in der Region bestellt ist. Ferlemann begann mit einer Entschuldigung. „Es tut mir sehr leid, dass die Tunnelsanierung länger gedauert hat“, sagte er. Hinter den Verzögerungen stecke jedoch keine böse Absicht. Stattdessen sei man während der Sanierung der Oströhre auf viele Probleme gestoßen, die nicht absehbar gewesen seien. Und neue Sicherheitsrichtlinien, die sich während der Bauphase ergeben hätten, seien ebenfalls eingepflegt worden. Diese Erfahrungen würden dazu führen, mit der Weströhre weitaus schneller fertig zu werden.

Diese Aussagen nahmen Sitzungsteilnehmer wie Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer und der Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Nord, Michael Thomas Fröhlich („Das ist ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk“) erleichtert zur Kenntnis. Doch genauso wichtig war ihnen ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zu einem Ersatzbau für die Rader Hochbrücke. Das sah auch Dänemarks Generalkonsul Dr. Henrik Becker-Christensen so. Er schilderte, dass 70 Prozent aller Exporte des Königreichs über die Rader Hochbrücke in Richtung Süden transportiert werden. Ferlemann dazu: „Wir gehen davon aus, dass wir den Neubau in dem gesteckten Zeitrahmen schaffen.“ Soll heißen: Spätestens 2026 müsste ein Ersatzbauwerk betriebsbereit sein. Nun gehe es darum, zügig Baurecht zu bekommen: „Wir haben das Geld, und sobald gebaut werden kann, wird gebaut.“ In der Praxis sieht das so aus: Neben der alten Brücke wird zunächst die erste Seite des Ersatzbauwerks errichtet. „Sobald wir darauf einen vierstreifigen Verkehr sicherstellen können, reißen wir die alte Brücke ab“, so Enak Ferlemann. Daraufhin werde das Ersatzbauwerk um die zweite Hälfte ergänzt.

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