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Staatssekretär: Baubeginn für neue Brücke frühestens in acht Jahren

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

„In zwölf Jahren ist die neue Brücke fertig.“ Diese klare Aussage machte Frank Nägele, Staatssekretär im Verkehrsministerium, während einer Podiumsdiskussion des SPD-Ortsverbandes Schacht-Audorf . 70 Zuhörer verfolgten am Mittwochabend im Hotel Audorfer Hof die Veranstaltung mit dem Titel „Freie Fahrt über den Nord-Ostsee-Kanal?“

Nägele machte deutlich, dass das Gutachten über den Zustand der Rader Brücke keinen Nachweis für eine Ermüdung der Brückenkonstruktion ergeben habe. Die Erfahrung lehre, dass die Brücke noch mindestens zwölf Jahre nutzbar sei. Diese Voraussage sei für das Verkehrsministerium ein Signal gewesen, jetzt mit der Planung für einen Neubau zu beginnen, „weil diese Planung lange dauert“. Acht bis neun Jahre werde es dauern, bis mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen werden könne.

Damit die Brücke ihre restliche Lebenszeit unbeschadet übersteht, „müssen wir die Lkw zwingen, nicht schneller als 60 Kilometer in der Stunde zu fahren“, so Nägele (siehe auch Seite 1). Der ranghohe Beamte machte weiter deutlich, dass das Land die neue Brücke im Auftrag des Bundes baut. „Und der Bund hat eine Brücke mit vier Fahrstreifen in Auftrag gegeben, da gibt es keine Diskussionen mehr.“ Mehrere Zuhörer hatten eine sechsspurige Brücke gefordert und auch eine kombinierte Straße-Schiene-Lösung ins Gespräch gebracht.

Ob die neue Straßenbrücke östlich oder westlich von den jetzigen gebaut wird, soll in einem nächsten Schritt entschieden werden. Die Öffentlichkeit werde zeitnah informiert, versprach Nägele. Auf diese angekündigte „intensive Kommunikation“ hofft auch der Borgstedter Bürgermeister Gero Neidlinger, der in einem bisher nicht beantworteten Brief an Verkehrsminister Reinhard Meyer die Beteiligung der von einem Neubau betroffenen Gemeinden eingefordert hatte. Auch seine Amtskollegen Eckard Reese (Schacht-Audorf), Arnold Schumacher (Ostenfeld) und Hans-Stephan Lütje (Rade bei Rendsburg) verlangten umfassende und frühzeitige Informationen. „Wir wollen die Brücke nicht verhindern, aber wir wollen alle bei den Überlegungen mit einbezogen werden“, machte Lütje deutlich. Bei der Festlegung des neuen Brückenstandortes und der Zufahrten müsse darauf geachtet werden, wo die Belastungen für Mensch und Natur am geringsten seien, sagte Neidlinger. Arnold Schumacher befürchtete allerdings: „Es geht bei der Entscheidung am Ende doch nur um die Kosten.“

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erstellt am 27.Nov.2014 | 17:11 Uhr

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