Springsport vom Feinsten

Gelungene Turnier-Premiere auf der Reitsportanlage von Jörg Naeve / Haßmann und Orschel siegen

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01. Juli 2014, 06:35 Uhr

Vier Tage lang verwandelte sich das Dorf Ehlersdorf der Gemeinde Bovenau in eine Hochburg des Springsports. Nationenpreisreiter Jörg Naeve hatte auf seine Anlage eingeladen und bot eine Reihe von Höhepunkten, wie das „Lotto 3plus1-Springen“ sowie den Großen Preis von Ehlersdorf auf Drei-Sterne-Niveau.

Namhafte Reiter, darunter gleich fünf Derbysieger, hatten ihr Kommen angekündigt. Doch nicht nur Nisse Lüneburg, Carsten-Otto Nagel, Andre Thieme oder Sören von Rönne sorgten für Springsport vom Feinsten, auch Felix Haßmann und Cassandra Orschel präsentierten sich in Bestform. Das erste Glanzstück des viertägigen Events war die dritte Etappe der Springsportserie „Lotto 3plus1“, die Felix Haßmann auf „SL Brazonado“ für sich entscheiden konnte. In nur 59,90 Sekunden flog der stets schnelle Haßmann auf seinem kleinen und doch so sprunggewaltigen Schimmel über den von Parcourschef Frank Rothenberger aufgebauten Kurs. Nicht mal einen Wimpernschlag langsamer, in 59,91 Sekunden kam der amtierende Derbysieger Nisse Lüneburg ins Ziel und platzierte sich auf den zweiten Rang. Und auch der Hausherr war natürlich nicht nur für die Organisation zuständig, sondern stieg selbst für diese beiden Höhepunkte in den Sattel. Mit „Cashflow“ landete er auf dem siebten Rang.

Im Großen Preis von Ehlersdorf erlebten die Zuschauer dann Spitzensport hautnah. 48 Paare ritten in den 440 Meter langen und mit 15 Hindernissen gespickten Kurs des großzügigen Turnierplatzes. „Wir waren sehr überrascht so viele Zuschauer beim Großen Preis zu sehen. Die Stimmung war hervorragend, vor allem wegen der guten Reiter und des guten Sports“, resümiert Naeve, der Fünfter im Großen Preis wurde. Acht Reiter blieben fehlerfrei und zogen in das anschließende Stechen ein, das unter dem Motto „gut und schnell“ stand. Der Initiator höchstpersönlich ritt als erster Teilnehmer in den Stech-Parcours ein, wobei „Cashflow“ sich vor dem Start nicht an den Hindernissen störte, sondern eher an den Fotografen. Nach dem Durchreiten der Startlinie aber besann er sich seines Potenzials und absolvierte die Hindernisse fehlerfrei. Derbysieger Lüneburg hatte Pech und kassierte einen Abwurf. Laura Jane Hackbarth und ihre Stute „Tequila Sunrise“ kamen ihrem Ruf als schnelles Paar nach und fegten in 39,90 Sekunden über die Hindernisse. Doch es sollte noch besser kommen: Felix Haßmann und sein Schimmel „SL Branzonado“, die schon in den Prüfungen zuvor zu den schnellsten gehörten, setzten sich mit einem fulminanten Ritt an die Spitze. Die Zeit von 39,20 Sekunden schien kaum zu schlagen. Doch die 21-jährige Cassandra Orschel versuchte es. Bei 38,80 Sekunden stoppte die Uhr und Orschel war überglücklich: „Die anderen im Stechen waren schon ziemlich schnell. Ich bin volles Risiko gegangen und es hat geklappt. ,Herzblatt’ ist mein Erfolgspferd, der kämpft immer und hat das größte Herz der Welt.“ Nicht nur Orschel, auch Naeve zeigte sich sichtlich zufrieden mit der Premiere: „Ich bin rundum zufrieden. Solch ein Stechen sieht man sonst nur auf internationalen Turnieren. Ich habe viel positives Feedback bekommen und viele Reiterkollegen haben sich bedankt. Es war eine Menge Arbeit, jetzt heißt es erst mal durchzuatmen und zu verdauen.“

Neben den beiden S-Springen wurden auch die Qualifikationen der DKB-Bundeschampionate der fünf- und sechsjährigen Springpferde ausgetragen. Dabei stellte Miriam Schneider, Bereiterin im Stall Naeve, jeweils das Siegerpferd und hatte allen Grund zur Freude: „Ich bin froh, dass beide Pferde so gut abgeschnitten haben. Zu Hause zu gewinnen, ist immer etwas ganz Besonderes.“

Alle Ergebnisse unter:

www.mervestelle.de/turniere/ehlersdorf

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