Sportverband will weniger Konkurrenz unter Vereinen

Kreispräsident Lutz Clefsen (von rechts), LSV-Präsident Hans-Jakob Tiessen und KSV-Vorsitzender Dr. Thomas Liebsch-Dörschner zogen eine Bilanz des Kommunaldialogs.
Kreispräsident Lutz Clefsen (von rechts), LSV-Präsident Hans-Jakob Tiessen und KSV-Vorsitzender Dr. Thomas Liebsch-Dörschner zogen eine Bilanz des Kommunaldialogs.

Auswirkungen des demografischen Wandels im Mittelpunkt beim Kommunaldialog mit dem Landesverband

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10. Dezember 2014, 12:02 Uhr

Wie geht es mit dem Sport auf dem Land weiter, wenn dort immer weniger Menschen leben? Das war eine der zentralen Fragen beim Kommunaldialog des Landessportverbandes (LSV). Dessen Präsidium mit Hans-Jakob Tiessen an der Spitze war nach Büdelsdorf ins BTSV-Heim gekommen, um mit dem Kreissportverband Rendsburg-Eckernförde (KSV) und Vertretern der Kreispolitik ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt stand dabei der Sportentwicklungsplan.

Auf seiner Dialogreise war der KSV Rendsburg-Eckernförde der achte Verband, den das LSV-Präsidium besuchte – und zugleich der größte. In 312 Vereinen sind rund 87 000 Mitglieder organisiert. Tiessen sprach von der „richtungsweisenden Arbeit“ des KSV, von der auch andere Verbände profitieren könnten. In dem Zusammenhang nannte er die Sportentwicklungsplanung, die auf Kreisebene einzigartig im gesamten Land sei. In diesem Plan werden besonders die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Sportvereine thematisiert. Laut Tiessen lautet die entscheidende Frage: Wie viele Menschen nutzen in Zukunft die Sportstätten im Kreis? Auch Dr. Thomas Liebsch-Dörschner, KSV-Vorsitzender, ist sich sicher, dass sich die Sportstättennutzung weiter auf die örtlichen Zentren konzentriert. Darauf müsse bei der Planung von Sportstätten Rücksicht genommen werden. „Dann reicht auf dem Land vielleicht auch eine anders ausgestattete Ein-Feld-Halle.“ Vor dem Hintergrund, dass sich der Kreis aus der Sportstättenförderung zurückzieht, sagte er: „Mit dieser Botschaft leben wir schon länger.“ Deshalb sei der Sportentwicklungsplan auch so wichtig. Künftig werde es eher um konzeptionelle als um Einzel-Förderung gehen.

Kreispräsident Lutz Clefsen sieht beim Erhalt der Sportstätten deren Träger in der Pflicht: „Die Schulträger und Gemeinden sind gefordert – sie müssen die Strukturprobleme beseitigen“, sagte er. Es sei wichtig, ständig in die Pflege von Hallen und Plätzen zu investieren.

Der KSV möchte den Dialog nun in die Vereine tragen. Dazu will er Treffen auf Amtsebene anstoßen. Als erste Reaktion auf den Mitgliederschwund sei es laut Thomas Liebsch-Dörschner wichtig, die Konkurrenz unter den Vereinen abzubauen, um Kooperationen bei der Sportstättennutzung, bei Übungsleitern und der Verwaltung zu ermöglichen.

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