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Sportpolitik : Sporttreibende sind aufgerufen, ihre Zukunft aktiv zu gestalten

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In einer großen Umfrage will der Kreissportverband Rendsburg-Eckernförde Erkenntnisse über die optimale Sportversorgung der Bevölkerung erlangen.

Dietrich Sendtko wirft einen provokanten Gedanken in den Raum. „Brauchen wir heute wirklich noch zwei so große Stadien mit einer Leichtathletikanlage wie in Büdelsdorf und am Rendsburger Nobiskrug auf engstem Raum? Würde nicht auch nur ein Stadion für die Leichtathletik genügen? Müssen wir wirklich beide Anlagen unterhalten? Können wir diese Gelder nicht sinnvoller investieren?“, fragt der 2. Vorsitzende des Kreissportverbandes Rendsburg-Eckernförde. Eine Antwort darauf soll eine Sportentwicklungsplanung geben, die der KSV aktuell in Kooperation mit dem Kreis Rendsburg-Eckernförde durchführt.

Um auf die Veränderungen innerhalb der Gesellschaft, die sich nicht zuletzt auch im Sport- und Freizeitverhalten niederschlagen, und den demographischen Wandel zielgenau eingehen zu können, hat der KSV im vergangenen Jahren das Thema Sportentwicklung stark forciert. Die Untersuchung wird durch die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel unter der Leitung von Professor Dr. Jens Flatau vom Institut für Sportwissenschaften begleitet. „Das Ziel ist eine optimale Sportversorgung der Bevölkerung in der Zukunft. Um den Erwartungen der in den Vereinen sporttreibenden Menschen gerecht zu werden, bedarf es einer effizienten, bedarfsgerechten Koordination personeller, organisatorischer und insbesondere baulicher Ressourcen“, erklärt Flatau. Daher wird in einer Bedarfsanalyse die momentane Situation im Kreis erfasst. Neben den Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung werden beispielsweise mit den Schülerzahlen, der Anzahl, dem Zustand und der Belegung von Sportanlagen weitere wichtige Daten gesammelt und ausgewertet. Für die Bedarfsanalyse wird der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern gesucht. Seit vergangenem Montag werden mehr als 3500 zufällig ausgewählte Haushalte im Kreis angeschrieben, die anonym detaillierte Fragen unter anderem zu Sportaktivitäten, zum Sportangebot, zum organisatorischen Rahmen, zur Sportinfrastruktur und vielem mehr beantworten sollen. Parallel dazu sind die Sportvereine des Kreises dazu aufgefordert, online Angaben über Mitglieder- und Angebotssituation zu machen sowie über Ziele und Probleme zu berichten. Der Zeitraum beider Befragungen umfasst sechs Wochen. „Leider ist es beim Versand der Fragebögen zu einer Panne gekommen. Teilweise liegt das offizielle Anschreiben nicht bei, teilweise der Fragebogen nicht. Da seitens der Druckerei die fehlerhaften Sendungen nicht ermittelt werden können, werden alle Haushalte erneut angeschrieben“, berichtet Michael Polzin von der Geschäftsstelle des KSV. Dr. Thomas Liebsch-Dörschner wünscht sich einen regen Rücklauf. „Wir benötigen die Hilfe der Bevölkerung und der Vereine. Je mehr mitmachen, desto besser können wir auf die Entwicklungen reagieren. Die Bürgerinnen und Bürgen haben die Möglichkeit, ihre Zukunft aktiv zu gestalten“, betont der 1. Vorsitzende des KSV. Die Ergebnisse werden Mitte 2014 erwartet. Dann wird auch Sendtkos Frage beantwortet werden können, ob man wirklich zwei Leichtathletik-Stadien auf engstem Raum in Büdelsdorf und Rendsburg benötigt.

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erstellt am 02.Feb.2014 | 13:30 Uhr

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