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Sportlerheim: Sanierung dauert mehrere Jahre

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Kropp will Arbeiten für 400 000 Euro in Abschnitte einteilen

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2017 | 12:16 Uhr

Sanitäre Anlagen und Lüftung, Heizung und Warmwasserbereitung, fehlende Dämmung und Dampfsperre im Dach – die Mängelliste des Kropper Sportlerheims ist lang. Die Sanierung des Gebäudes aus den 80er-Jahren werde ersten Schätzungen zufolge 400  000 Euro kosten, sagte Bürgermeister Stefan Ploog auf der jüngsten Sitzung des Sozial- und Sportausschusses im Forum. Zur genauen Kostenermittlung soll ein Energieberatungsbericht in Auftrag gegeben werden und im Anschluss ein Architekturbüro sinnvolle Bauabschnitte einteilen, damit die Gemeinde nicht alle Arbeiten in einem Jahr umsetzen muss, so Ploog. Der Ausschuss nahm dies zustimmend zur Kenntnis.

Der Kreis Schleswig-Flensburg habe den Eingang ihres Förderantrags für den Bau eines dritten Kindergartens schriftlich bestätigt, so der Bürgermeister. Allerdings stünde in dem Brief, dass die Förderquote für die auf 1,5 Millionen Euro geschätzten Baukosten nicht die maximal möglichen 75 Prozent erreichen werde. Die genaue Höhe stehe noch nicht fest. Dennoch „müssen wir handeln, beide Kindergärten sind voll“, betonte er. Vom Ausschuss wollte er sich das Okay einholen, einen Architekten-Wettbewerb in die Wege zu leiten. Dies sei vorgeschrieben, da das Architektengehalt – mindestens 20 Prozent der Bausumme – voraussichtlich mehr als 200  000 Euro betrage, fuhr er fort. Die Ausschussmitglieder stimmten für das Verfahren.

Aufgrund gestiegener Betriebs- durch höhere Personalkosten in den Kindergärten „kommen wir nicht umhin, die Gebühren zu erhöhen“, sagte der stellvertretende Ausschussvorsitzende Thomas Ostermeyer (CDU). Die Gemeinde übernehme 50 Prozent der Kosten, so Ploog – derzeit 1,1 Millionen Euro. Die andere Hälfte zahlen Eltern und Land. Der Ausschuss stimmte dafür, dass Eltern ab Januar 2018 monatlich je einen Euro mehr pro Stunde zahlen sollen. Je nach Betreuungsdauer seien dies Mehrkosten von fünf bis 9,50 Euro im Monat, so Ploog, „das ist moderat“.

Der Ausschuss sprach sich bei einer Enthaltung dafür aus, dass aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr ermäßigten Eintritt für das Freibad erhalten sollen. Die ermäßigten Preise liegen bei 60 Euro für einen Erwachsenen, 75 Euro für einen Erwachsenen mit Kind und 100 Euro für zwei Erwachsene mit Kind. Ihre Fraktion habe kontrovers darüber diskutiert, so Maria Streibel von der Allgemeinen Wählervereinigung Kropp (AWK). „Es geht um eine Gleichbehandlung mit anderen Ehrenämtern“, erklärte sie. Dass die Feuerwehr 24 Stunden in Bereitschaft sei, habe sie von der Ermäßigung überzeugt. Uwe Baurhenne (SPD) stimmte zwar zu, wünschte sich aber ein Gesamtkonzept, wie die Feuerwehr attraktiv bleiben soll. Die Ermäßigung sei ein Baustein dafür, betonte Thomas Ostermeyer. Michael König (AWK) erklärte seine Enthaltung: „Das wird Fragen aufwerfen, denn Bürger mit Behinderung erhalten keine Ermäßigung.“ Er kritisierte zudem, dass kein Vertreter der Feuerwehr anwesend war, und dass die Gemeinde freiwillige Leistungen überprüfen wolle – „aber es passiert nichts“. Dem widersprach der Bürgermeister: „Das wurde geprüft und war auch Thema im Hauptausschuss.“

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