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Handball-Oberliga : Spitzenreiter siegt trotz schwacher Leistung

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Handballerinnen der HSG Kropp/Tetenhusen verteidigen nach Pflichtsieg die Tabellenführung.

shz.de von
erstellt am 08.Dez.2013 | 23:58 Uhr

Schlechte Nachrichten soll man ja immer zuerst verkünden. Die HSG Kropp/Tetenhusen, immerhin Spitzenreiter in der Handball-Oberliga der Frauen, lieferte gegen den Tabellenzehnten Lübeck 76 kollektiv eine schwache Leistung ab. Die gute Nachricht: Selbst mit solch einer schwachen Leistung gewinnt die HSG. Mit 21:17 (7:10) rang die Mannschaft von Lena Leptien und Dirk Schlegel die Hansestädterinnen in der Kropper Geestlandhalle nieder. Die Stimmung auf der anschließenden Weihnachtsfeier war somit gesichert.

Leptien würde am liebsten den Mantel des Schweigens über die Partie legen. „In drei Wochen redet kein Mensch mehr darüber. Dann zählen nur noch die zwei Punkte“, so der Coach. Ein Erfolg aus der Kategorie Pflichtsieg. Das Endergebnis erinnert ein wenig an alte Handball-Tage, bevor die schnelle Mitte das Spiel veränderte und die Anzahl der Angriffe und folglich auch die erzielten Tore in die Höhe schnellten. Nicht so am Sonnabend in Kropp. „Wir sind überhaupt nicht ins Tempospiel gekommen. Unser Angriff war grottenschlecht“, stellte Leptien erschreckend fest. Ihre Befürchtungen, die Gäste lägen ihrem Team nicht, bewahrheiteten sich vollends. Gegen die hoch gewachsenen Lübeckerinnen fand die Offensivabteilung der HSG kein Durchkommen. Und wenn sich eine Lücke ergab, verballerten die Gastgeberinnen reihenweise beste Wurfgelegenheiten. Nach 30 Minuten standen nur sieben eigene Treffer zu Buche. Negativrekord in dieser Saison.

Gut, dass die Kropperinnen selbst über eine sichere Abwehr verfügen – mit nur 238 Gegentoren sogar über die beste der Oberliga. Die Hintermannschaft der HSG ließ nichts zu, kassierte ihrerseits nach dem Wechsel lediglich sieben Tore – obwohl die beiden Torhüterinnen Svenja Maelzer und Tatjana Cornehl nicht ihren besten Tag erwischten. „Bis auf zwei Lübecker Rückraumspielerinnen, die mehr als die Hälfte der Tore ihrer Mannschaft gemacht haben, hatten wir den Gegner fest im Griff“, so Lena Leptien.

Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff hatte die HSG den Rückstand egalisiert (10:10). Danach lief es besser, der Spitzenreiter drehte die Begegnung und bleibt damit in der Tabelle ganz oben. Ein Sieg noch und die Leptien-Mannschaft überwintert auf dem ersten Platz.

HSG Kropp/Tetenhusen: Maelzer (1.-20.), Cornehl (ab 20.) – Pahl (3), Paul (3), Rohwer (3), Ohm, Krück (1), Kösling (1), Seidel (6/6), Jörgensen (2), Jöns (1), Lübker (1).


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