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Bilder aus Rendsburg : Spielerisch die Stadt entdecken

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Stadt Rendsburg lässt sich auch spielerisch entdecken. Das Ehepaar Dirk und Irene Ladewig hat ein Gedächtnisspiel mit alten und neuen Bildern entwickelt und in Handarbeit hergestellt.

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erstellt am 04.Dez.2017 | 10:48 Uhr

Wer mit Kindern Memory spielt, hat schlechte Karten. Bekanntlich ist es fast unmöglich, gegen die kleinen Superhirne zu gewinnen. Die Knirpse räumen ein Bilderpaar nach dem nächsten ab und das ohne lange überlegen zu müssen. Doch jetzt gibt es ein Gedächtnisspiel, bei dem die Erwachsenen siegessicher sein können. Denn bei dem neuen Spiel „Rendsburger Zeiten – Alt und Neu“ gilt es, sich erstens Fotos aus den 50er- und 60er-Jahren zu merken. Und zweitens muss man sich auch noch bestens im heutigen Stadtbild auskennen. Bei diesen Aufgaben sind alteingesessene Bürger klar im Vorteil.

Die spielerische Variante des Stadtrundgangs ist eine Gemeinschaftsarbeit von Dirk und Irene Ladewig. Das Ehepaar veröffentlicht bereits seit 2011 regelmäßig den Rendsburg-Kalender „Damals und Heute“. Die Monatsblätter zeigen ebenfalls Bilder aus den 50er- und 60er-Jahren, denen jeweils ein Foto mit dem gleichen Blickwinkel aus der aktuellen Zeit gegenüber gestellt ist. „Die Kalender sind ein Renner“, freut sich Irene Ladewig über die konstante Nachfrage nach dem Fotomaterial aus vergangenen Zeiten. „Wer sich die Bilder anschaut, gerät ins Schwärmen und schwelgt in Erinnerungen.“

In diesem Jahr haben die beiden Rendsburger ihren Fotobestand nicht nur nach Motiven für den Wandkalender 2018 durchforstet, sondern auch für das neue Gedächtnisspiel. Dabei ist die Auswahl an Bildmaterial riesengroß. Denn Dirk Ladewig fiel vor sechs Jahren Jahren beim Auflösen des ehemaligen Papierwarengeschäfts „Ladewig“, das sein Vater und seine Tante in der Nienstadtstraße führten, auf dem Dachboden ein Karton mit Lichtbildern in die Hände. Es sind überwiegend Aufnahmen, die wohl bei Sonntagsspaziergängen der Familie Ladewig entstanden sind. „Es sind Amateuraufnahmen“, sagt der gelernte Drucker und Setzer. Die technische Qualität sei nicht sehr hoch, aber der zeitgeschichtliche Wert dafür umso größer.

Nachdem das Ehepaar den Schatz geborgen hatte, wurden die rund 3000 Aufnahmen gesichtet, sortiert und am Scanner bearbeitet. Dann machten sich Dirk und Irene Ladewig mit den Abzügen auf Spurensuche und fotografierten die Ansichten aus derselben Perspektive, aus der sie damals aufgenommen wurden. Nach diesem Prinzip sind die beiden nun auch bei dem Spiel „Rendsburger Zeiten“ vorgegangen. Die Pärchen im Spiel ergeben sich also aus „Alt und Neu“. Das Spiel ist eine Eigenproduktion des Ehepaares. „Wir haben lange an der Gestaltung getüftelt“, berichtet Dirk Ladewig. „Denn Verpackung und Material sollten möglichst hochwertig sein.“ Die Kärtchen entstehen in Handarbeit. Der Mediengestalter stellt Klebebögen mit den Kartenmotiven her, die von Irene Ladewig auf die Kartonpappe geklebt werden. 25 Spiele sind bereits hergestellt worden. „Jetzt warten wir ab, wie unsere Idee ankommt“, sagt Irene Ladewig. „Bei Bedarf können wir jederzeit neue Exemplare liefern.“

Für das Rendsburger Paar ist die Beschäftigung mit den alten Bildern ihrer Heimatstadt kein kommerzielles Geschäft, sondern eine „Liebhaberei“. Sowohl bei dem Kalender als auch bei dem Gedächtnisspiel kalkulieren die beiden nach dem Selbstkostenpreis. „Gewinne machen wir nicht damit.“ Den Käufern der „Rendsburger Zeiten“ allerdings garantieren die Hersteller gute Chancen auf einen Sieg. Denn wer weder die alten noch die neuen Straßen, Gebäude und Plätze der Stadt erkennt, kann die Lösung einfach im mitgelieferten Beiheft nachschlagen. Damit wird ein Gewinn kinderleicht.

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