Nach dem Feuer : Spende für Nortorfer Brandopfer

„Ein positiver Moment nach negativen Ereignissen', freute sich Gemeindewehrführer Thomas Schröder mit der Familie über die Spenden der Freiwilligen Feuerwehr Nortorf und dem Organisationsteam der Blaulicht-Party im Far Out in Grevenkrug.
„Ein positiver Moment nach negativen Ereignissen", freute sich Gemeindewehrführer Thomas Schröder mit der Familie über die Spenden der Freiwilligen Feuerwehr Nortorf und dem Organisationsteam der Blaulicht-Party im Far Out in Grevenkrug.

Die Freiwillige Feuerwehr und das „Far-Out“-Team überreichten Gutscheine an Familie Bauer, die nach einem Wohnungsbrand ein neues Zuhause sucht.

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04. Juli 2014, 06:00 Uhr

Das Leben von Familie Bauer aus Nortorf hat sich am Montag, 23. Juni komplett verändert, als ein Küchenbrand fast ihr gesamtes Hab und Gut zerstörte (wir berichteten). Rund eine Woche später gab es für die sechsköpfige Familie endlich wieder einen Grund zur Freude.

Für Selina Bauer ist ein Besuch im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in Nortorf nicht ungewöhnlich, seit einem Jahr ist sie Mitglied in der Jugendfeuerwehr. Doch der Anlass für diesen Besuch war für sie überraschend. „Bei einer kurzfristigen Spendenaktion innerhalb der aktiven Wehr sind 260 Euro für Dich zusammengekommen“, überbrachte Stefan Hirsch seinem Schützling die frohe Botschaft. „Da wir wissen, wie sehr sich der Brandgeruch und Brandstaub in der Kleidung festsetzt, ist das Geld dafür gedacht.“ Zusammen mit seiner Stellvertreterin Julia Schrandt werde der Jugendwart mit Selina und ihrer Mutter shoppen gehen. „Damit habe ich nicht gerechnet“, strahlte die 11-Jährige über das ganze Gesicht und wusste schon genau, wohin es sie als erstes zieht. „In einen Schuhladen.“ Und auch für ihre drei Geschwister John, Denise und Yannic werde sie etwas aussuchen.
Bereits am Nachmittag des Brandes ereilte Gemeindewehrführer Thomas Schröder ein Anruf aus Grevenkrug. Lutz Heintz, Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr und Organisator der „Blaulicht-Party“ im Far-Out an der B4, hatte von dem schlimmen Ereignis erfahren und sofort an eine Spende gedacht. „Bei den Feiern wird der gesamte Erlös für einen guten Zweck gespendet“, erklärte er. „Dabei sind bei dem letzten Mal 1000 Euro zusammengekommen, die ich in drei Gutscheinen für ein Möbelhaus überreichen möchte.“

Mit Tränen in den Augen bedankte sich Angelika Bauer bei den Helfern und Unterstützern. Momentan ist sie mit ihrem Lebensgefährten und den Kindern in einem Ferienhaus in Katenstedt untergebracht. „Dort haben wir ausreichend Platz sowie eine Waschmaschine“, erzählte sie dankbar. „Doch ich vermisse meine eigenen vier Wände sehr.“

Am Tag des Brandes sei sie gegen 11.45 Uhr vom Tierarzt nach Hause gekommen, doch der Zutritt zur Wohnung sei ihr da schon von dichtem Rauch versperrt worden. Den Schaden in der unbewohnbaren Wohnung bezifferte die Versicherung auf rund 30 000 Euro, ob sie diesen auch übernimmt, ist noch unklar. „Nun suchen wir dringend eine neue Wohnung gerne mit fünf Zimmern für höchstens 650 Euro warm.“

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