Büdelsdorf : SPD setzt sich für Fahrradstraße ein

Da geht’s lang: SPD-Ortsvorsitzende Beate Sameisky und Fraktionsvorsitzender Martin Hartig stehen auf der Kreuzung zwischen dem Neuen Gartenweg und der Straße Am Fischerende und damit auf der gewünschten Trasse der Fahrradstraße.
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Da geht’s lang: SPD-Ortsvorsitzende Beate Sameisky und Fraktionsvorsitzender Martin Hartig stehen auf der Kreuzung zwischen dem Neuen Gartenweg und der Straße Am Fischerende und damit auf der gewünschten Trasse der Fahrradstraße.

Genossen wollen Schüler von der gefährlichen Neuen Dorfstraße auf Neuen Gartenweg umlenken.

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17. Januar 2018, 19:12 Uhr

In einer Fahrradstraße genießen Radler Vorrang. Sie dürfen nebeneinander fahren. Autofahrer können die Straße nutzen, wenn ein Zusatzschild es erlaubt. Sie dürfen Radfahrer aber nur mit einem Abstand von mindestens 1,50 Metern überholen. Es gilt Tempo 30.

In Rendsburg gibt es seit fast elf Jahren eine Fahrradstraße. Sie führt durch die Moltkestraße und die Straße Wehrautal (Neuwerk-Süd und Kanalgebiet-West). Jetzt soll auch in Büdelsdorf solch eine Zone ausgewiesen werden. Das wünscht sich zumindest die SPD-Fraktion. Der Fraktionsvorsitzende Martin Hartig schlägt vor, den „Neuen Gartenweg“ und die Straße „Am Fischerende“ umzuwidmen. Einen entsprechenden Antrag hat er an den Ausschuss für Umwelt, Ortsentwicklung und Verkehr gestellt, der am Dienstag, 13. Februar, tagt.

Die etwa 900 Meter lange Trasse führt in der einen Richtung zur Heinrich-Heine-Schule und in der anderen Richtung zum geplanten Frühkindliche Bildungszentrum Astrid-Lindgren-Schule. Sie stellt bereits jetzt einen idealen Schulweg dar, aber: „Die Schüler akzeptieren den Neuen Gartenweg nicht“, stellt Hartig fest. Die meisten Schüler fahren auf der parallel verlaufenden, aber vielbefahrenen Neuen Dorfstraße. „Das ist brandgefährlich, gerade morgens im Dunkeln.“

Aus eigener Erfahrung weiß er, dass vor allem zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr in der Neuen Dorfstraße viel Verkehr herrscht. Zudem werden am Rand Autos geparkt. Seine Hoffnung: „Eine Umwidmung des Neuen Gartenwegs hätte zur Folge, dass die Akzeptanz erhöht wird, weil die Radfahrer Vorrang vor den Autos haben.“ Ein Wettbewerb an den Schulen könnte die Nutzung der Trasse zusätzlich ankurbeln.

Ein Schulwegekonzept ist in der Politik bereits angedacht. Es soll aber erst entwickelt werden, sobald 2020 das Frühkindliche Bildungszentrum Astrid-Lindgren-Schule fertiggestellt ist. „Das ist uns zu spät. Die Kinder sind gefährdet. Da ist unser Hauptanliegen“, sagt die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Beate Sameisky. Aus Hartigs Sicht lässt sich eine Fahrradstraße auch nachträglich in das Konzept einbinden. Sameisky ruft Bürger auf, ihr weitere kritische Punkte für Radfahrer in Büdelsdorf per E-Mail zu melden. Sie ist erreichbar unter der Adresse j-sammy@versanet.de.

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