Antrag : SPD: Radwege für 200 000 Euro ausbessern

Ein vier Zentimeter tiefes Schlagloch klafft neben einem Gullideckel auf dem Radweg an der Alten Kieler Landstraße, Ecke Sonderburger Allee. Im Hintergrund sind Stelzen der Eisenbahnhochbrücke zu sehen.
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Ein vier Zentimeter tiefes Schlagloch klafft neben einem Gullideckel auf dem Radweg an der Alten Kieler Landstraße, Ecke Sonderburger Allee. Im Hintergrund sind Stelzen der Eisenbahnhochbrücke zu sehen.

Genossen wollen die Summe in den Haushalt 2018 stellen

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05. Februar 2018, 09:21 Uhr

Die Rendsburger SPD-Fraktion will sich morgen für die Fahrradfahrer in die Bresche schlagen. Sie möchte im Bauausschuss beantragen, 200 000 Euro für die Instandhaltung der Radwege in den Haushalt 2018 einzustellen. Außerdem soll die Verwaltung ein Fahrradkataster und eine Prioritätenliste für die Ausbesserungsarbeiten erstellen. „Die Fahrradwege sind teilweise so schlecht, dass man sie sanieren muss“, sagt der Fraktionsvorsitzende René Sartorius. Zum Teil gefährde der Zustand Fußgänger und Radfahrer. Sartorius will nicht an der Planung neuer Wege rütteln, aber die Instandhaltung der alten vorantreiben.

Die Verwaltung wiederum zügelt die Neubaupläne zurzeit etwas. Für einen zusätzlichen Rad- und Gehweg vom Bahnhof zum Obereiderhafen hatte sie im Investitionsprogramm 2018 zunächst 400 000 Euro angesetzt. Inzwischen gehört das Projekt aber zu den „aus Gründen der Finanzierbarkeit verschobenen“ Maßnahmen, ist in einer Unterlage des Finanzausschusses zu lesen. Immerhin sollen noch 40 000 Euro in dieses Vorhaben fließen. Dagegen wurde die Erneuerung des Rad- und Gehwegs zwischen der Herderschule und dem Wohnmobilstellplatz für 40 000 Euro komplett aus dem Haushaltsentwurf gestrichen.

Klaus Schaffner, Fraktionschef der Grünen, begrüßt den SPD-Vorstoß. Er kämpft allerdings schon lange für die Radwegsanierung und hätte sich viel früher Unterstützung gewünscht. Zwei Tage bevor die Ratsversammlung im März 2015 beschloss, eine „fahrradfreundliche Stadt“ zu sein, hatte Schaffner eine Prioritätenliste erstellt. Obwohl die Radwege im Herbst 2016 an einigen Stellen ausgebessert wurden, seien sie insgesamt noch immer marode.

Schaffner hält den SPD-Vorschlag für Kommunalwahlkampf: „Erst wollen sie die ‚Neue Heimat‘ als Eigenbetrieb weiterführen, dann die alte Wohnungsbaugesellschaft zurückkaufen und nun die Fahrradwege ausbessern. Wie soll das bezahlt werden?“ Zur Finanzierung der Radwege schlägt er aber vor: Man sollte auf die Idee der Verwaltung verzichten, den Zugang von der Fockbeker Chaussee zum Altstädter Friedhof für 100 000 Euro barrierefrei umzubauen. Es gebe bereits zwei ebenerdige Eingänge.

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