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Landeszeitung

12. Dezember 2017 | 21:25 Uhr

Warder : Spaziergang mit Eseln und Ziegen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Küken, Kaninchen und tauchfreudige Turopolje-Schweine spielten am Osterwochenende im Tierpark Arche Warder die Hauptrolle – bis „Gabriella“ auftauchte.

Küken, Kaninchen und tauchfreudige Turopolje-Schweine spielten am Osterwochenende im Tierpark Arche Warder die Hauptrolle – aber nur so lange, bis „Gabriella“ zu ihrem ersten Osterspaziergang startete: Das sechs Wochen alte Poitou-Fohlen avancierte auf der Stelle zum neuen Publikumsliebling. Auf „Gabriella“ hat Poitou-Tierpfleger Thomas Petersen fünf Jahre warten müssen. Nach Stutenfohlen „Beatrice“ (2011) kamen nämlich in der Arche Warder ausschließlich Poitou-Hengstfohlen zur Welt. Nun ist der Bann gebrochen. „Wir hatten zunächst die Sorge, dass bei ihr die Knochen nicht richtig liegen, weil sie ein bisschen steif lief“, sagt Petersen über Stutenfohlen „Gabriella“, „aber nun haben wir sie röntgen lassen, und es ist alles in Ordnung.“ Was hat der Tierarzt gegen die Hüftsteifheit verordnet? „Sie soll sich viel bewegen – dann gibt sich das.“ Ganz im Sinne der tierärztlichen Anweisungen war also der Osterspaziergang, zu dem „Gabriella“ am Ostersonntag mit Eselmutter „Ina“ aufbrach. Die beiden kamen aber erstmal nur vom Tierschauhaus bis zum „Haus der Natur“, wo sie sofort von neugierigen Besuchern eingekesselt wurde. Ungefähr auf Augenhöhe begegnete „Gabriella“ dabei der kleinen Lea Ramlow (zwei Jahre) aus Berlin. Das Stutenfohlen zeigte keinerlei Berührungsängste. „Poitou-Esel sind rassebedingt sehr neugierig und menschenbezogen“, erläuterte Petersen, „weil sie so sanftmütig sind, wurden sie auch zur Maultierzucht eingesetzt.“ „Die Franzosen verhängten im Mittelalter ein strenges Ausfuhrverbot für ihre Poitous, damit alle nach Frankreich kommen mussten, wenn sie die begehrten großen Maultiere kaufen wollten“, weiß Petersen, der vor zwei Jahren selbst in die ehemalige Grafschaft Poitou reiste und Maultier „D’Jakarta“ mitbrachte. Mit ihren 1,70 Metern Schulterhöhe überragte „D‘Jakarta“ alle anderen bei der Tierkarawane, die sich an allen Osterfeiertagen um 15 Uhr in Bewegung setzte. Neben „D’Jakarta“ präsentierten sich dabei am Halfter ihrer Tierpfleger unter anderem die Eseldamen „Que Sera“ und „Frauke“, Angler Rind „Lubschi“, Juan-Fernández-Ziegenbock „Moritz“ – und Girgentana-Zicklein „Gino“, bei dem es sich um ein Flaschenkind handelt. „Seine Mutter hat ihn nicht angenommen“, berichtete Arche-Warder-Azubi Tom Bittorf, „darum hab ich Gino mit nach Hause genommen und ihn zwei Wochen lang aufgepäppelt – jetzt ist er groß genug, um im Ziegenstall mit seinen Geschwistern und Halbgeschwistern zu spielen.“

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