Projekt der Stadtwerke : Spatenstich für den Eisspeicher

Erster Spatenstich: Dr. Rolf-Oliver Schwemer, Pierre Gilgenast, Helge Spehr, Dr. Robert Habeck und Heiko Lüdemann (von links) starten das Bauprojekt Eisspeicher.
Erster Spatenstich: Dr. Rolf-Oliver Schwemer, Pierre Gilgenast, Helge Spehr, Dr. Robert Habeck und Heiko Lüdemann (von links) starten das Bauprojekt Eisspeicher.

Neue Wärmeversorgung in „Neuwerk Süd“.

shz.de von
29. Juni 2018, 10:09 Uhr

Rendsburg | Am 1. Oktober geht zwischen Kreishaus und Uhrenblock ein Eis-Energiespeicher in Betrieb. Das Projekt der Stadtwerke setzt auf die Kraft der Sonne: In der warmen Jahreszeit wird ein mit 560 Kubikmeter Wasser gefüllter Behälter erwärmt. Im Winter soll die darin gespeicherte Wärme die Kreisverwaltung und den Uhrenblock beheizen – bis sich im Wasserspeicher selbst nur noch Eis befindet. Jetzt erfolgte der erste Spatenstich. mit Umweltminister Robert Habeck, Stadtwerke-Chef Helge Spehr, Landrat Rolf-Oliver Schwemer, Bürgermeister Pierre Gilgenast und Geschäftsführer Heiko Lüdemann von der Firma Viessmann Eisspeicher“.

Das in 2014 begonnene Quartierskonzept „Neuwerk Süd“ mit dem Kreishaus und dem Uhrenblock als zentrale Wärmeabnehmer spart im Vergleich zu konventioneller Heiztechnik laut Viessmann 170 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Stadtwerke-Chef Spehr sagte, dass die Stadtwerke auch das BIMA-Gelände auf der anderen Seite der Kaiserstraße in das Quartierskonzept einbinden, ebenso das Gelände der „Gebäudemananement Schleswig-Holstein“ mit der Feuerwehr. Aber leider hätten sich diese beiden Projektbeteiligten in der Anfangsphase verabschiedet. Spehr erklärte, dass der Uhrenblock das erste denkmalgeschützte Gebäude in Deutschland sei, das ganzjährig solar beheizt und gekühlt wird. Die Stadtwerke investieren 1,1 Millionen Euro. Das Umweltministerium gibt 180 000 Euro dazu.

Minister Habeck betonte, dass es so ein innovatives Wärme-Eissystem in Schleswig-Holstein noch nicht gebe. „Das ist ganz großartig, dass es hier gebaut wird“, freute sich der Minister.. Hier entstehe ein „echter Leuchtturm für den Norden“. Lobende Worte fand er auch für die Stadtwerke. Denn der Eisspeicher führt dazu, dass die Stadtwerke weniger Erdgas verkaufen können. Dennoch stelle sich das Unternehmen in den Dienst der guten Sache und baue eine neue Energieinfrastruktur auf.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen