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Handball-Landesliga : Spannung im Titel- und Abstiegskampf

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Handballerinnen der HSG Fockbek/Nübbel feiern einen wichtigen Sieg. Eine „aufgepeppte“ Owschlager Reserve gewinnt beim TSV Alt Duvenstedt.

In der entscheidenden Phase der Handball-Landesliga der Frauen steht für die Teams derzeit viel auf dem Spiel. Die einen kämpfen um einen möglichen Aufstieg, die anderen gegen den Abstieg. Da wird schon das eine oder andere Mal ganz tief in die „Trickkiste“ gegriffen oder es kommen unerwartete Helfershelfer daher. Auf jeden Fall erhitzten sich bei den Spielen in Münsterdorf und Alt Duvenstedt die Gemüter. In Münsterdorf fühlte sich die HSG Hamdorf/Breiholz nach einer 16:10-Halbzeitführung beim 22:25 gegen den Münsterdorfer SV durch die Unparteiischen um den Erfolg gebracht. Ärger gab es auch in Alt Duvenstedt. Der abstiegsbedrohte TSV Owschlag II mobilisierte im Derby alles, was er aufbieten konnte, gewann knapp mit 28:26 (10:11) und versetzte den Gastgeberinnen einen erheblichen Dämpfer im Titelrennen. Einen ganz wichtigen Erfolg feierte die HSG Fockbek/Nübbel im Derby gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg. Mit 29:26 (14:11) setzte sich das Team von Trainer Pierre Joppien durch.
 

HSG Fockbek/Nübbel – HSG Schülp/Westerrönfeld/RD 29:26 (14:11)

Die HSG Fockbek/Nübbel riss beim 4:3 die Führung an sich und gab sie bis zum Schlusspfiff nicht mehr ab. „Die schnelle Führung hat meiner Mannschaft die nötige Sicherheit gegeben“, meinte Fockbek/Nübbels Coach Pierre Joppien, der aber bis zur 40. Minute warten musste, ehe sich seine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Von 19:15 zogen die Gastgeberinnen auf 27:18 davon, ehe sie in der Schlussphase die Zügel ein wenig schleifen ließen, ohne dass der Sieg allerdings noch einmal in Gefahr geriet. „Nach den Ausfällen von Selina Wallmann-Sievers und Sandra Krysik wird unsere personelle Situation immer prekärer“, konstatierte Schülp/Westerrönfelds Trainer Dany Jüschke. Zwar hatte er sein Team durch Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft aufgefüllt, doch denen fehlte noch die Bindung zu den Teamkolleginnen. „Erst als die Partie schon verloren war, lief es bei uns, so wie es mir gewünscht hatte“, meinte Jüschke.

Tore für die HSG Fockbek/Nübbel: Imme (6), A. Scheller (6), Feist (4), Sievers (3), Ehlers (3), Schindlbeck (2), Miskic (2), D.Scheller, Shala und Benkwitz (je 1).

Tore für die HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Jöhnk (7/3), Laßen (6), Bielfeldt (5), Sienknecht (3), Vogler (3) und Böhm (2/2).

TSV Alt Duvenstedt – TSV Owschlag II 26:28 (11:10)

Es war ein intensiv geführtes Derby, bei dem letztlich der durch Spielerinnen aus der A-Jugend „aufgepeppte“ TSV Owschlag II knapp die Oberhand behielt. Dabei war Alt Duvenstedt besser in die Partie gestartet und führte mit 10:6. Zu diesem Zeitpunkt verletzte sich Jenny Kiehn. Da Christiane Schröder stark erkältet ins Spiel gegangen war, kam jetzt nur noch von Britta Müller Gefahr aus dem Rückraum. Der TSV Owschlag stellte die Deckung auf 5:0+1 um und nahm Britta Müller kurz. „Die Umstellung erwies sich als wirkungsvoll“, freute sich Gäste-Trainer Sönke Marxen. Sein Team glich beim 14:14 aus und setzte sich auf 18:14 ab. Bis zum 25:21 liefen die Gastgeberinnen einem Vier-Tore-Rückstand hinterher. „Erst als wir Jill Sievert und Raphaela Steffek in kurze Deckung nahmen, kamen wir noch einmal auf, doch es reichte am Ende nicht mehr“, berichtete Alt Duvenstedts Coach Thorben Kutschke.

Tore für den TSV Alt Duvenstedt: B. Müller (10), K. Müller (4), Schlimbach (3), Chr. Schröder (3), Sell (3), Drews (2) und Kiehn (1).

Tore für den TSV Owschlag II: Steffek (6), Gehl (6), Sievert (4), Zeiske (3), Glaser (3), Clausen (3), Greinke (2) und Stachowski (1).
 

Münsterdorfer SV – HSG Hamdorf/Breiholz 25:22 (10:16)

Hamdorfs Trainer Robert Wichmann verschlug es im zweiten Spielabschnitt die Sprache. Seine Mannschaft hatte eine ganz starke erste Halbzeit hingelegt, die Lücken in der offensiven Deckung der Münsterdorferinnen genutzt und sich zur Pause mit 16:10 eine beruhigende Führung herausgespielt. „Im zweiten Spielabschnitt pfiffen die Unparteiischen plötzlich auf unserer Seite alles ab. Mal waren es Schritte, mal falsche Sperren oder Übertritt“, wusste Wichmann nicht, was er dazu sagen sollte. Seine Mannschaft konnte kaum einen Angriff durchspielen, ohne einen technischen Fehler abgepfiffen zu bekommen. In der Abwehr hagelte es Zeitstrafen gegen die HSG. Münsterdorf nutzte die Chance, zog beim 19:19 gleich und setzte sich sogar auf 25:20 ab, ehe die HSG noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben durfte.

Tore für die HSG Hamdorf/Breiholz: Wichmann (7), Kruse (4), Peters (3), Thöming (3), Hansen (2), Helterhoff, Gerdt und Carstens (je 1).

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