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Osterrönfeld : Spätfolgen einer Baustelle: Eine Delle in der B 202

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Verstärkung des Hochbrückenpfeilers direkt neben dem Autobahn-Zubringer hat ein Nachspiel.

shz.de von
erstellt am 11.Okt.2014 | 17:00 Uhr

Die halbseitige Sperrung der Bundesstraße 202 von Ende März bis Anfang Juni hat ein Nachspiel. Auf Höhe der Eisenbahnbrücke ist ein Schaden am viel befahrenen Autobahn-Zubringer entstanden, der höchstwahrscheinlich auf die Bauarbeiten am direkt daneben liegenden Brückenpfeiler zurückzuführen ist. In der Fahrbahndecke hat sich eine Delle gebildet. Sie ist zwar nicht verkehrsgefährdend, muss jedoch beizeiten repariert werden. Wer für die Beseitigung aufkommt, ist noch unklar.

Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV, zuständig für die Bundesstraße), die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV, Hochbrücke) und die ausführende Baufirma verhandeln. „Wir klären gerade, wer der Verursacher des Schadens ist“, sagt Matthias Paraknewitz, Leiter der Rendsburger LBV-Niederlassung. „Außerdem wird zurzeit geprüft, ob überhaupt ein Zusammenhang mit der Bautätigkeit besteht.“

Der Schluss liegt nahe. Die halbseitige Sperrung war notwendig geworden, weil ein Betonsockel der Hochbrücke verstärkt werden musste. Der Pfeiler befindet sich nur wenige Meter neben der Schnellstraße. Der Damm, auf dem die B 202 verläuft, wurde während der Baggerarbeiten durch eine Spundwand gestützt. Als der neue Sockel fertig war, wurde der Stahlverbau wieder aus der Erde gezogen. Dabei, so ein Straßenbauexperte, könnten unterirdische Hohlräume nicht gründlich genug mit Erdreich aufgefüllt und verdichtet worden sein.

Während der Teilsperrung mussten alle Autofahrer, die in Richtung Kiel unterwegs waren, einen Umweg durch Osterrönfeld in Kauf nehmen. Die B 202 verließen sie an der Abfahrt zum Schwerlasthafen, am Kreisel bei Edeka Hoof endete die Umleitung. Neuneinhalb Wochen floss der gesamte Kiel-Verkehr durch Osterrönfeld – und hinterließ auch dort Spuren. Die Belastung der Ausweichroute war diese Woche Thema im Hauptausschuss des Kreises. Eine Prüfung der Umleitungsstrecke habe ergeben, „dass keine Schäden durch die Ausweisung der K 75 als Umleitungsstrecke aufgetreten sind“, hieß es in einer Mitteilungsvorlage. LBV-Leiter Paraknewitz präzisierte diese Angaben auf LZ-Anfrage. Demnach gab es sehr wohl Schäden entlang der Umleitung – sie wurden jedoch bereits zum Teil beseitigt. Für die Ausbesserung brüchiger Fahrbahnränder kam die Kanalverwaltung als Hochbrücken-Bauherr und „Auslöser“ der Umleitung auf. Laut Osterrönfelds Bürgermeister Bernd Sienknecht wurden zudem einige Kanaldeckel in Mitleidenschaft gezogen. Ob die WSV auch hierfür geradesteht oder die Gemeinde die Reparatur aus eigener Tasche bezahlen muss, steht noch nicht fest.

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