"Sozialarbeiter" können an den Schulen der Stadt tätig werden

Die Unterschriften stehen: Andreas Breitner und Anne Dube unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung. Foto: cc
Die Unterschriften stehen: Andreas Breitner und Anne Dube unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung. Foto: cc

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21. Oktober 2011, 08:08 Uhr

Rendsburg | Mit ihren Unterschriften schlugen Andreas Breitner und Anne Dube gestern symbolisch ein neues Kapitel für die Rendsburger Schulen auf. Der Bürgermeister und die Schulrätin unterzeichneten im Rathaus eine Kooperationsvereinbarung zum Einsatz der Landesmittel für Schulsozialarbeit. Damit kann diese sofort beginnen.

Die Struktur der Stadt erfordere schon lange den Einsatz von Schulsozialarbeit. Er sei froh, dass diese dank umfangreicher Förderung jetzt finanziert werden könne, sagte Breitner bei der Vorstellung des Konzepts. Fachbereichsleiter Herbert Schauer erinnerte in diesem Zusammenhang an den hohen Anteil von 36,5 Prozent Kinderarmut in Rendsburg.

Was in Mastbrook vor einigen Jahren mit einem Modellprojekt begann, läuft an den Schulen Rotenhof und Obereider seit Beginn des Monats. Wie dort sollen sich auch an den übrigen Grundschulen der Stadt, neben den genannten noch Neuwerk und Altstadt, Erzieherinnen und Erzieher um "auffällige" Kinder kümmern, die besondere Aufmerksamkeit benötigen. Mit dem anteiligen Betrag für den Rest dieses Jahres stehen dann bis Ende 2012 insgesamt rund 58 000 Euro vom Land zur Verfügung. Vorgesehen ist, dass an jeder Grundschule eine Stelle mit 19,5 Wochenstunden eingerichtet wird - für die auslaufende Schule Altstadt wurden zehn Stunden errechnet. Gestützt wird die Sozialarbeit von den jeweiligen Trägern der offenen Ganztags- beziehungsweise Betreuten Grundschulen.

Zu den Mitteln aus Schleswig-Holstein "gesellt" sich, befristet bis zum 31. Dezember 2013, eine Unterstützung vom Bund über 138 000 Euro. Davon werden im kommenden Jahr 48 000 Euro im Grundschulbereich eingesetzt. Der Löwenanteil von 90 000 Euro soll zu je einem Drittel den weiterführenden, Institutionen Christian-Timm -Regionalschule, Gemeinschaftsschule Altstadt und den drei Gymnasien zugute kommen. Hier sollen sich ab 1. Dezember unter Trägerschaft der Stadt Sozialpädagogen der Schüler mit besonderem Erziehungsbedarf annehmen. Laut Schulrätin Dube kann die Sozialarbeit sowohl in Form von Einzelfallhilfe als auch in Gruppen oder ganzen Klassen geleistet werden.

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